Katalogkategorien

 

Abbandonata

Georg Friedrich Händel: Italienische Kantaten

Carolyn Sampson, Sopran
The King‘s Consort, Robert King

Vivat VIVAT117, Preiscode: CE, VÖ: 17.10.2018, 0735850544847

Die gefeierte Sopranistin Carolyn Sampson, seit Beginn ihrer großen Karriere dem King‘s Consort verbunden, widmet sich hier den zwei dramatischsten Kantaten Händels. Während seines Italienaufenthalts 1706-1710 hatte der junge Händel italienische Musik aufgesogen wie ein Schwamm. In keinem anderen seiner Werke zeigen sich die Folgen dieser Studienreise so eindeutig wie in diesen frühen Kantaten, deren dramatische Handlungen dem Komponisten reiche Gelegenheit bieten, Gefühle wie Wut, Rache, Trauer, Selbstmitleid, Ungerechtigkeit, enttäuschte Erwartung und Resignation musikalisch auszudeuten. Und Händel zieht alle Register und entwickelt Techniken, die ihn durch seine weitere Karriere begleiten werden. Carolyn Sampson ihrerseits nutzt die Gelegenheit zu vollblütigen, kraftvollen Interpretationen. Aufgenommen in der grandiosen Akustik eines neuen Aufnahmeraums, den Alpheton Mew Maltings. Eine Videodokumentation der Aufnahmen findet sich auf www.vivatmusic.com.

 

 

Johann Adam Reincken (1640-1722)

Toccaten, Partiten, Suiten

Clément Geoffroy, Cembalo

L‘Encelade ECL1705, Preiscode: CD, VÖ: 17.10.2018, 3770008056145

Reincken war einer der bedeutendsten deutschen Musiker seiner Zeit. Er wurde von Heinrich Scheidemann ausgebildet und übernahm von seinem Lehrmeister das Organistenamt an der Hamburger Katharinenkirche, zu dieser Zeit eine der wichtigsten Organistenstellen überhaupt. Dies nicht zuletzt dank der grandiosen Orgel: zwischen 1559 und 1591 arbeitete die führende Orgelbauerfamilie Scherer an der Orgel, die zu ihrer Zeit als das vielleicht bedeutendste Instrument Norddeutschlands galt. Später wurde das Instrument von Stellwagen erweitert. Reincken genoss große Reputation im Hamburger Kulturleben (1678 war er Mitbegründer der Hamburger Oper am Gänsemarkt) und spielte eine wichtige Rolle bei der Ausbildung der nächsten Musikergeneration. Sein Ruf veranlasste den jungen Bach während dessen Lüneburger Jahren, Reincken 1701 in Hamburg zu besuchen, um von seiner Orgelkunst zu lernen.

 

 

Zeitenwende Tribschen

Chopin: Mazurken op. 59,1-3; Barcarolle op. 60; Nocturnes op. 62,1-2; Polonaise-Fantaisie op. 61
Wagner/von Bülow: Tristan-Vorspiel
Wagner/Listz: Isoldens Liebestod
Liszt: Les Jeux d‘Eaux à la Villa d‘Este

Mathias Weber an Wagners Érard-Flügel (1858)

Ambitus AMB95600, Preiscode: CE, VÖ: 17.10.2018, 4011392956000

Wenn die neue CD unter dem Titel Zeitenwende – Tribschen mit einer sorgsamen Auswahl an Klaviermusik von Chopin, Liszt und Wagner herausragende Beachtung verdient, dann gewiss gleich aus mehreren gewichtigen Gründen: hier wird in erhellender Weise ein in sich geschlossener Themenkomplex musikalisch illustriert und gleichsam historisch dokumentiert, namentlich der direkte Zusammenhang der vorliegenden Kompositionen im Kontext ihrer wechselseitigen Beeinflussung und inspirativen Befruchtung.

Diese breitgefächerte Darstellung der eingespielten Werke erfährt ihre thematische Verzahnung durch die Wiedergabe der Musik auf einem bemerkenswerten Pianoforte, nämlich dem aus Wagners Besitz stammenden Erard-Flügel im zeitweiligen Domizil des Komponisten in Tribschen bei Luzern. – Dem Pianisten Mathias Weber gelingt es auf überzeugende Art, durch seinen differenzierten Anschlag dem Instrument jede klangliche Nuance in all ihren Abstufungen und Schattierungen so zu entlocken, dass ein farbenreiches Hörbild der Musik entsteht.

Dabei ist es kaum zu glauben, dass ein so betagtes Instrument wie Wagners Erard dank Webers spieltechnischer Finesse und dem scheinbar unerschöpflichen klanglichen Potential des Flügels imstande ist, ein beinahe nicht mehr hörbares, und dennoch deutlich wahrnehmbares, zartes Pianissimo zu erzeugen.

So kommen beispielsweise Liszts Jeux d‘Eaux ganz unvergleichlich auf dem Pianoforte heraus, denn der Flügel besitzt eine so enorme Bandbreite an Klangfarben, dass im Kopf des Zuhörers unweigerlich ein Bild der quicklebendigen, sprudelnden Fontänen entstehen muss. Da hört man das Murmeln und Schäumen des Wassers, da sieht man das Funkeln und

Schillern der Brechung der Tropfen im Gegenlicht der italienischen Sonne.

Alles in Allem wahrhaftig eine lohnende Offenbarung, die sich kein Kenner entgehen lassen sollte.

 

 

Musik für Cello und Klavier

Richard Strauss: Romanze F-dur
Eberhard Klemmstein: Sonate
Max Reger: Sonate a-moll op. 116

Mark Kosower, Cello
Jee-Won Oh, Klavier

Ambitus AMB96959, Preiscode: CE, VÖ: 17.10.2018, 4011392969598

3 Komponisten, grundverschieden aber dennoch mit Gemeinsamkeiten sind hier mit Werken für Violoncello und Klavier vereint. Richard Strauss, der sich in seinen Frühwerkennoch ziemlich stark auf die Musik der Vorgänger stützt, Reger, der sich trotz aller Neuartigkeit und Kühnheit immer noch der Philosophie von Beethoven und Brahms verpflichtet fühlt, und der darüber hinaus mit den kontrapunktischen Fähigkeiten eines J. S. Bach ausgestattet

ist, und schließlich Eberhard Klemmstein, der versucht, die durch zwölf-ton und serielle Musik radikal abgeschnittenen Fäden vorausgegangener Musik wieder aufzunehmen – alle drei sind also einer gewissen Tradition verpflichtet. Bis zu Arnold Schönbergs Versuch, neue Theorien und Regeln der Tonkunst aufzustellen war das nicht ungewöhnlich, denn bis dahin haben sich alle Komponisten intensiv mit der Musik ihrer Vorgänger beschäftigt, sich damit auseinandergesetzt und Elemente davon für ihr neues Schaffen verwendet.

Der amerikanische Cellist Mark Kosower gehört gemeinsam mit seiner Klavierpartnerin Jee-Won Oh zu jenen Musikern, die sich die Neugier auf neue Musik und weniger bekannte Werke bewahrt haben, denn - wie sie sagen - entstehen auf diese Weise neue Aspekte, Einsichten und Ideen auch für die Interpretation altbekannter und viel gespielter Werke, und das Publikum darf sich an ihren Neuentdeckungen erfreuen.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Kantaten mit obligater Flöte:
„Ich habe genug“, BWV 82
„Ich bin in mir vergnügt“, BWV 204
„Mer hahn en neue Oberkeet“, BWV 212
„Schweigt stille, plaudert nicht“, BWV 211
„Schwingt freudig euch empor“, BWV 36b
„Non sa che sia dolore“, BWV 209
(Kantaten 204, 212, 211, 36b in Auszügen)

Anne-Hélène Moens, Sopran
Jean-Michel Tanguy, Flöte
Concerto armonico Budapest, Gábor Homoki

Le Chant de Linos CL18139, Preiscode: CD, VÖ: 17.10.2018, 5425016541395

Anne-Hélène Moens begann ihre musikalische Ausbildung mit sieben Jahren an der Violine und studierte später am Konservatorium in Brüssel und in Mons. Parallel dazu begann sie eine Gesangsausbildung (u.a. bei Harry van der Kamp). Und nebenbei studierte sie noch Barockharfe, Continuo und mittelalterliche Musik. Mit vielen bedeutenden Ensembles, die auf historische Aufführungspraxis spezialisiert sind, hat sie bereits zusammen gearbeitet. Dabei ist sie als vielseitige Künstlerin nicht festgelegt; ihr Repertoire reicht vom Barock bis zu zeitgenössischer Musik.

 

 

 

Nicolo Paganini

24 Capricen, op. 1

Lisa Jacobs, Violine

Cobra COBRA0064, Preiscode: CD (2 zum Preis von 1), VÖ: 17.10.2018, 8713897904307

Kein Geiger kann an ihnen vorbeigehen: Paganinis Capricen. Ein wunderschöner und zugleich berüchtigter Zyklus von 24 Stücken für Violine solo mit einem enormen Arsenal spieltechnischer Schmankerl. Paganinis Ziel war, das Publikum mit Musik zu faszinieren, wie sie bis dahin noch nie gehört worden war. Schon als  junges Talent schockte er die Hörer mit Imitationen; seiner Geige entlockte er Vogelgezwitscher, Jagdhörner, Gelächter oder Eselgeschrei. Und was die Anforderungen an die Spieltechnik anbelangt, ging er noch weiter als Locatelli. Vor allem zeichnen die Capricen dramatische Effekte aus. Ruhige und bewegende Passagen wechseln ohne Vorwarnung mit feurigen, fast gewalttätigen Passagen.

Für die niederländische Geigerin Lisa Jacobs sind es nicht so sehr die technischen Aspekte der Musik, sondern genau diese enorme Vielfalt in den musikalischen Charakteren, die außergewöhnliche Klanglichkeit sowie die Fantasie und Lyrik, die sie ihr ganzes Leben schon begeistert und eine Inspiration für diese Einspielung war. Lisa Jacobs ist bekannt für ihre leidenschaftlichen Aufführungen, die interessanten Programme und kommunikative Qualitäten auf der Bühne. Sie ist mit Konzerten gleichermaßen zu hören wie mit Kammermusik und Solowerken. Lisa Jacobs arbeitete bereits zusammen mit u.a. dem Royal Concertgebouw Orchestra, Philharmonie Brüssel, den Bremer Philharmonikern und renommierten Dirigenten wie Riccardo Chaily, Neeme Järvi, Massimo Quarta, Otto Tausk, Jan Willem de Vriend und Carlos Miguel Prieto.

 

 

Roland Dyens (1955-2016)

Concerto Métis; Thême Félin; Sérénade; Lettre à la Seine; Saudade 1-3; Lettre à Monsieur Messiaen; Tango en Skai

Enno Voorhorst, Gitarre
The String Soloists

Cobra COBRA0066, Preiscode: CD, VÖ: 17.10.2018, 8713897904345

Roland Dyens (1955-2016) war ein einzigartiger französischer Gitarrenvirtuose, Komponist, Arrangeur und Improvisator, der seine eigenen Konzerte stets mit einer Improvisation begann, aus der heraus er erst organisch das Programm entwickelte. Dieser Drang nach Originalität und Freiheit findet sich in all seiner nie langweiligen Musik; sein gesamtes Œuvre ist extrem dynamisch.

Diese CD ist eine Hommage an diesen einzigartigen Gitarristen / Komponisten und macht es jedem Musikliebhaber möglich, sich mit seiner leidenschaftlichen und mitreißenden Musik bekannt zu machen. Eines seiner wichtigsten Werke ist das Concerto Métis für Gitarre

und Streichorchester. Sowohl der Solist, Enno Voorhorst, als auch The String Soloists waren tief beeindruckt von dem einzigartigen Stil von Dyens, der irgendwo zwischen Poulenc oder Milhaud und den Chansons von Brel oder Nougaro zu verorten ist. Auch sein bekanntestes Werk, der Tango de Skai, ist hier in einer besonderen Version mit Streichorchester zu hören. Ein Arrangement ist auch die Sérénade; Enno Voorhorst arrangierte den zweiten Satz des ursprünglich Concerto en Si genannten und für Gitarrenorchester geschriebenen Werkes.

Enno Voorhorst gewann den ersten Preis an der International Guitar Wettbewerb in Hof (Deutschland) und 1992 den Niederländischen Gitarrenpreis. Er spielte in den wichtigen niederländischen Spielstätten wie Vredenburg und dem Anton Philipszaal. Er gibt Konzerte und Meisterkurse in ganz Europa, Asien und Amerika. Die String Soloists sind ein internationales dynamisches Streicherensemble mit Sitz in Amsterdam, bestehend aus 14 Streichern unter der Leitung des Konzertmeisters Janneke van Prooijen und unter künstlerischer Leitung von Lisa Jacobs.

 

 

 

Alte Lieder neu gesungen

Beethoven: Irish Songs; Scottish Songs
Ravel: Cinq mélodies populaires grecques
Brahms: Deutsche Volkslieder
Butterworth: Six songs from „A shropshire lad“

Maarten Koningsberger, Bariton
The Atlantic Trio

Quintone Q1801, Preiscode: CD, VÖ: 17.10.2018, 9789078740544

In einer Reihe von Konzerten hatten Koningsberger und The Atlantic Trio Teile dieses Programms bereits ausprobiert, als die Aufnahmen begannen. Einige der auf Volksmusik basierenden Kompositionen erklingen im Original, andere wurden von Bas Verheijden für diese Besetzung arrangiert. Der niederländische Bassbariton Maarten Koningsberger begann seine musikalische Karriere als Pianist, doch dann kam er zum Gesang. Er studierte zunächst bei Max van Egmond am Sweelinck Conservatorium in Amsterdam und danach an der Ecole d‘Art Lyrique in Paris und in Lyon. Seine Lehrer waren Udo Reinemann, Elisabeth Schwarzkopf und Margreet Honig. Koningsberger hat in Opern von Monteverdi über WA Mozart bis Menotti gesungen. Diese Vielfalt der Stile spiegelt sich auch in seinen Liederabenden wieder, mit Pianisten wie Graham Johnson und Rudolf Jansen oder mit dem Lautenisten Fred Jacobs, mit dem er in Konzerten und auf Festivals auf der ganzen Welt aufgetreten ist. Seine Konzertreisen umfassen Europa, Südafrika, den Fernen Osten, China, Israel, USA und Kanada und werden stets von der Presse hoch gelobt.

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