Katalogkategorien

Neuheiten vom 19.9.2018

 

Decades. A Century of Song

Vol. 3: 1830-1840
Lieder von Mendelssohn Bartholdy, Mendelssohn-Hensel, Lachner, Meyerbeer, Varlamow, Berlioz, Alyabyev, Dargomyschski, Loewe

Soraya Mafi, Lorna Anderson, Sopran
Angelika Kirchschlager, Mezzosopran
John Mark Ainsley, Tenor
Alexey Gusev, Bass
Malcolm Martineau, Klavier

Vivat VIVAT116, PC: CE, VÖ: 19.9.2018, 0735850228983

Diese große Serie mit einer Vielzahl weltbekannter Sängerinnen und Sänger, die jahrzehntweise durch ein Jahrhundert des Liedes geht (von 1810 bis 1910), erreicht jetzt Folge 3. Jede Ausgabe bietet ein sorgfältig geplantes, abwechslungsreiches Programm mit bekannten Namen, und die Serie insgesamt schafft eine umfassende Übersicht über das Lied durch das gesamte neunzehnte Jahrhundert. 1830-1840 ist die Übergangszeit zwischen dem Tod Schuberts und Schumanns „Liedexplosion“ in den 1840er Jahren. Zu hören sind lebendig kontrastierende Werke aus Deutschland von Fanny Mendelssohn Hensel und ihrem Bruder Felix sowie von Franz Lachner und Carl Loewe; aus Frankreich von Giacomo Meyerbeer und Hector Berlioz; und aus Russland Lieder von Alexander Alyabyev, Alexander Dargomyschski und Alexander Warlamow. Das umfangreiche Booklet enthält auf 76 Seiten eine Einführung durch die renommierte Liedexpertin Susan Youens.

 

 

 

John Cage (1912-1992)

Die Klavierwerke, vol. 10
Two Pieces for Piano (1936)
Solo for Piano (1958)
Two Pieces for Piano (1946)
Swinging (1989)

Thomas Schultz, Klavier

Mode MODE304, PC: CK, VÖ: 19.9.2018, 764593030423

Das Solo für Klavier ist Teil des legendären „Konzerts für Klavier und Orchester“. Es ist ein unbestimmtes Werk, bestehend aus 63 Seiten aus 84 verschiedenen Kompositionstypen, von denen jede in eigener Notation erscheint. Der Interpret erstellt seine eigene Performance, indem er auswählt, welche Seiten in welcher Reihenfolge gespielt oder weggelassen werden sollen. Cage begann hier eine Art des Komponierens nach Auswahlprinzip, basierend entweder auf seiner Music for Piano Serie - einzelne Noten oder auf der Winter Music - Akkorden oder Anhäufungen von Noten. – Als Cage die Zwei Stücke für Klavier (1935) schrieb, studierte er bereits bei Arnold Schönberg. Schönbergs Einfluss auf Cage erklärt zweifellos die Organisation der 12-Tonreihe der Musik, aber Cages eigene Version dieses Systems ließ die zwölf Notenreihen in kurze Ton- / Rhythmuszellen zerlegen. Später begann Cage ein Studium der indischen Philosophie und kam zu der Überzeugung, dass der Zweck der Musik darin besteht, „die Natur in ihrem Funktionieren zu imitieren“ und „den Geist nüchtern und ruhig zu stellen, um ihn für göttliche Einflüsse empfänglicher zu machen“. Auf diesen Prinzipien beruhen weitere Zwei Stücken für Klavier, die Cage in den Monaten Mai bis August 1946 schrieb. Diese späteren Stücke sind ausführlicher ausgearbeitet. Die Stille, die im ersten Stück Formbestandteil ist, verweist als frühes Beispiel auf das, was später zu einer Säule von Cages Denken und Musik wurde - der Vorrang der Stille.

 

 

 

Klangraum Schloss Favorite Rastatt: Galanterie

Graupner: Violakonzert D-dur; Konzert für Flöte und Viola d-moll
Benda: Flötenkonzert G-dur
Telemann: Violakonzert G-dur

Quantz Collegium

K & K Verlagsanstalt KUK131, PC: CE, VÖ: 19.9.2018, 4260005911046

Das Quantz Collegium ist ein im Jahre 1937 vom Flötisten Ernst Friedrich Wilhelm Bodensohn gegründetes Ensemble. Als Vorbild dient das Leben und Wirken des berühmten Flötisten Johann Joachim Quantz. Seit 1957 veranstaltet es die sommerliche Konzertreihe Festliche Serenaden Schloss Favorite im Schloss Favorite bei Rastatt. Der Gründer der Konzertreihe, Ernst Friedrich Wilhelm Bodensohn leitete die Gruppe bis 1991. Sein Nachfolger wurde Jochen Baier, der seit 1982 der Flötist des Ensembles ist. Kammermusik der Barockzeit und der Klassik mit Beteiligung der Querflöte bildet einen Schwerpunkt der Konzertreihe. Dabei werden auch immer wieder Werke von unbekannteren Komponisten aufgeführt. Ein weiteres besonderes Merkmal ist, dass die Aufführungen in historischen Kostümen vonstattengehen. In Hunderten Konzerten haben bisher eine große Anzahl von Musikern Werke von über 200 Komponisten aufgeführt.

 

 

 

Stimmen Armeniens: Geghard Ensemble

Geistliche und weltliche Vokalmusik für Frauenstimmen aus Armenien; Gesänge aus dem 4. bis 21. Jahrhundert

Leitung: Anahit Papayan

K & K Verlagsanstalt KUK132, PC: CE, VÖ: 19.9.2018, 4260005911053

Das Geghard Vokalensemble wurde 2001 von der Sängerin und Dirigentin Anahit Papayan gegründet. Es besteht aus acht Sängerinnen. Künstlerischer Leiter ist Dr. Mher Navoyan, Experte für Musik des Mittelalters und Professor am Konservatorium von Eriwan. Abseits der Heiligen Liturgie, die jeden Sonntag im Felsen Kloster Geghard im Osten Armeniens - UNESCO-Welterbe seit dem Jahr 2000 - gesungen wird, gibt der Chor Konzerte, um geistliche und Volksmusik aus Armenien im In-und Ausland zu präsentieren. Das Repertoire des Geghard Vokalensembles umfasst mittelalterliche Melodien vom 5. bis zum 15. Jahrhundert, Chor-Arrangements armenischer Volks- oder geistlicher Lieder, Werke moderner armenischer Komponisten sowie Werke klassischer und moderner europäischer Komponisten. Tourneen und Wettbewerbe führten das Ensemble nach Deutschland, Österreich, Finnland, Frankreich, die Tschechische Republik, Polen, Belgien, Libanon, Russland und Schweden.

 

 

Reformation

Mendelssohn Bartholdy: Symphonie Nr. 5
Schumann: Violinkonzert (2. Satz)
Bach: Ricercar aus dem „Musikalischen Opfer“
Tarrodi: Nocturne über BACH
Strawinsky: Fanfare; Rag-time
Debussy: Danse Tarentelle Syrienne

Västerås Sinfonietta, Simon Crawford-Phillips

dbProductions DBCD187, PC: CE, VÖ: 19.9.2018, 7393787181875

Simon Crawford-Phillips, der neue Chefdirigent der preisgekrönten Västerås Sinfonietta, stellt hier ein Programm zum Thema „Reformation“ vor. Natürlich mit Mendelssohns 5. Symphonie als Hauptwerk, aber darum herum ranken sich eine ganze Reihe von Werken, die man unter diesem Motto vielleicht gar nicht vermutet hätte.

 

 

 

Zefiro Spira

Italienische Renaissance: Frottole (Verdelot, Caprioli, Tromboncio, Bisan) & Improvisationen

Gabriel Jublin, Altus
Paul Kieffer, Laute

Claves CLA50-1803, PC: CK, VÖ: 19.9.2018, 7619931180328

Diese CD entstand, als die Künstler die raffinierten Madrigale und Frottole von Philippe Verdelot und Bartolomeo Tromboncino für sich entdeckten und Spaß an der Schönheit und Sanglichkeit dieser Musik fanden. Auf der CD finden sich auch Improvisationen, denn die Improvisation ist ein wichtiges künstlerisches Ausdrucksmittel für Gabriel Jublin. Dabei folgen Jublin und Kieffer der Prosodie italienischer Dichtkunst; insbesondere orientieren sie sich an den Frottole von Verdelot. – Gabriel Jublin studierte am Conservatoire National Supérieur de Musique in Lyon und an der Schola Cantorum Basiliensis mit dem Schwerpunkt Alte Musik. Außerdem nahm er an Meisterkursen mit Richard Levitt, Andreas Scholl und Margreet Honig teil. Er arbeitet regelmäßig mit Ensembles wie Le Concert Spirituel, La Capella Reial de Catalunya und dem Choeur de Chambre de Namur zusammen. Mit den Ensembles Gilles Binchois, Odhecaton und Mala Punica bringt er das Repertoire vom Mittelalter bis zur Renaissance zur Aufführung. 2011 übernahm er die Solopartie in Bachs h-Moll-Messe, 2012 sang er den Cyrus in Händels Oratorium Belshazzar mit Berlin Baroque. Mit Paul Kieffer arbeitet er seit gemeinsamen Studienzeiten an der Schola Cantorum in Basel zusammen.

 

 

Pierre Wissmer (1915-1992)

Konzertante Werke:
Violinkonzert Nr. 2; Concertino für Trompete; Concertino-Croisière; Sonatine-Croisière für Flöte und Harfe; Divertissement über einen Choral

Eva Zavaro, Violine
Romain Leleu, Trompete
Christle Raynaud, Flöte
Anne Ricquebourg, Harfe
Ungarisches Symphonieorchester, Alain Pâris

Claves CLA50-1811, PC: CK, VÖ: 19.9.2018, 7619931181127

Wissmer nahm Unterricht am Genfer Konservatorium und begann nach dem Abschluss des Gymnasiums ein Jurastudium. Robert Casadesus ermutigte ihn, sich ganz auf seine musikalische Ausbildung zu konzentrieren. Am Pariser Konservatorium studierte er Komposition, daneben Kontrapunkt bei Jean-Yves Daniel-Lesur an der Schola Cantorum und Orchesterleitung bei Charles Münch an der École Normale de Musique. 1937 wurde sein erstes Klavierkonzert mit Jacqueline Blancard unter der Leitung von Henri Tomasi uraufgeführt und im Rundfunk ausgestrahlt. Im Folgejahr dirigierte Hermann Scherchen die Uraufführung seiner Ersten Sinfonie, und 1939 entstand sein Ballett Le beau dimanche nach einer Textvorlage von Pierre Guérin. In Genf war Wissmer bei der Uraufführung seines Ersten Violinkonzerts durch das Orchestre de la Suisse Romande anwesend, und er wurde 1944 Professor am Genfer Konservatorium und Leiter für Kammermusik bei Radio Genève. In dieser Zeit entstanden neben Kammermusik Werke wie die komische Oper Marion ou La belle au tricorne und seine Zweite Sinfonie. Von 1952 bis 1957 war Wissmer Programmdirektor bei Télé Luxembourg. Daniel-Lesur holte ihn 1957 als Vizedirektor an die Pariser Schola Cantorum, deren Direktor er 1962 bis 1963 war. Neben der Lehrtätigkeit an dieser Einrichtung entstanden weitere große Werke wie ein Klarinetten-, ein Trompeten- und ein Oboenkonzert sowie zwei Flötenkonzerte. 1969 wurde er zum Direktor der École Nationale de Musique, de Danse et d’Art dramatique du Mans berufen, 1973 erhielt er den Lehrstuhl für Komposition und Orchestrierung am Genfer Konservatorium. Für sein Engagement für die Musik in der Schweiz ehrte ihn die Stadt Genf 1983 mit dem Grand Prix Musical.

Suche