Katalogkategorien

Neuheiten vom 6.6.2018

 

Ernest Ansermet dirigiert

Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
Ravel: La Valse
Respighi: Rossiniana

L‘Orchestre de la Suisse Romande, Ernest Ansermet

Eloquence ELQ4824983, Preiscode: BL, VÖ: 6.6.2018, 0028948249831

Eine wertvolle Bereicherung der Ansermet-Diskographie; wichtiges Repertoire in bisher nicht wieder veröffentlichten Stereo-Aufnahmen aus dem Jahr 1958. Die Einspielung der „Bilder einer Ausstellung“ ist sogar überhaupt noch nie zugänglich gewesen; sie hat zwar Bandnummern und Katalognummern im Decca-Archiv, ist seinerzeit aber nicht auf LP erschienen.

 

 

 

Gilbert & Sullivan

Princess Ida
+ Highlights aus „H.M.S. Pinafore“, „Pirates of Penzance“, „Mikado“, „Ruddigore“

D‘Oygly Carte Opera Company
New Symphony Orchestra, Isidore Godfrey (Ida)
Royal Philharmonic Orchestra, Sir Malcolm Sargent (Highlights)

Eloquence ELQ4825349, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 6.6.2018, 0028948253494

Dies ist die erste vollständige D‘Oygly Carte Company-Aufnahme einer späten Savoy-Oper, neu gemastered und gekoppelt mit Highlights anderer Produktionen. „Ida“ wird dirigiert von Isidore Godfrey, der fast 40 Jahre Musikdirektor der Company war. Die Highlights unter der Leitung von Malcolm Sargent wurden 1965 in der Phase 4 Stereo-Technik der Decca eingespielt, die dramatische Raumeffekte ermöglichte.

 

 

 

Gilbert & Sullivan

H. M. S. Pinafore

Reed, Wales, Lawlor, Palmer, Mason
D‘Oygly Carte Opera Chorus and Company
Royal Philharmonic Orchestra, James Walker

Eloquence ELQ4825357, Preiscode: BL, VÖ: 6.6.2018, 0028948253579

Eine stimmungsvolle Decca Phase 4 Aufnahme einer sehr beliebten Savoy-Oper. Die Technik ermöglicht innovative Effekte insbesondere im Hinblick auf nautische Klangereignisse. Aber auch die Position der Künstler auf der Bühne ist gut nachzuvollziehen. Die Leitung hat James Walker, der 1968 Musikdirektor der D‘Oygly Carte Company von Isidore Godfrey übernahm. Die Einspielung der „Pinafore“ entstand 1971.

 

 

Gilbert & Sullivan

The Sorcerer
Utopia Limited (Auszüge)

D‘Oygly Carte Opera Company
New Symphony Orchestra (Sorcerer)
Orchestra of the Royal Opera House, Covent Garden (Utopia)
Isidore Godfrey

Eloquence ELQ4825363, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 6.6.2018, 0028948253630

 „The Sorcerer“ war die erste Zusammenarbeit von Ws. Gilbert und Sir Arthur Sullivan an einer vollständigen Oper. Sie erlangte nie die immense Popularität ihres unmittelbaren Nachfolgers „H. M. S. Pinafore“, obwohl es sich um eine überaus amüsante Satire handelt (mit einem wesentlich freundlicheren, milderen Humor als in den späteren Werken) über Verhaltensweisen im viktorianischen englischen Landleben – und über die Obsession englischer der englischen Mittelklasse, übernatürliche Phänomene betreffend. Der Bogen schließt sich mit Auszügen aus „Utopia Limited“ aus dem Jahr 1893, einer Zeit, in der die extrem erfolgreiche Zusammenarbeit von Gilbert & Sullivan allmählich ihr Ende erreichte. Auch diese Operette brachte es auf immerhin 245 Aufführungen.

 

 

 

Eduard van Beinum dirigiert

Franck: Psyché; Variations symphoniques
Ravel: Bolero; La Valse; Rapsodie espagnole

Concertgebouw Orkest, Eduard van Beinum

Eloquence ELQ4825491, Preiscode: BL, VÖ: 6.6.2018, 0028948254910

Van Beinum galt als Spezialist für das österreichische und deutsche Repertoire von Mozart bis Mahler, aber seine große Vorliebe für eine reiche Klangfarbenpalette machte ihn auch zu einem idealen Interpreten französischer Musik. Dies zeigte sich schon bei den von Eloquence wieder veröffentlichten Einspielungen mit Werken von Debussy und Berlioz, die für ihren differenzierten Klang geschätzt werden, der zu der Musik wie ein weicher Handschuh passt.

 

 

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Ouvertüre „Die Hebriden“, op. 26
Ouvertüre, op. 21 und Bühnenmusik, op. 61 „Ein Mitsommernachtstraum“
Symphonie Nr. 4, op. 90 „Italienische“

London Philharmonic Orchestra (Hebriden)
Concertgebouw Orkest, Eduard van Beinum

Eloquence ELQ4825515, Preiscode: BL, VÖ: 6.6.2018, 0028948255153

Mit drei der populärsten Werke Mendelssohns setzt Eloquence sein Revival der Aufnahmen Eduard van Beinums fort. Der leitete das Concertgebouw Orkest von 1945 bis zu seinem Tod 1959; war aber zwischen 1947 und 1949 auch Chefdirigent des London Philharmonic. Diese Zusammenstellung repräsentiert seine Arbeit für Decca mit beiden Orchestern. Die Hebriden-Ouvertüre wurde im Februar 1949 aufgenommen und seinerzeit für die raffinierte Klangfarbenpalette von der Kritik sehr gelobt; es ist vielleicht die vollkommenste Darstellung der Natur in der Musik, die van Beinum jemals gelang.

 

 

 

Peter Helmut Lang

...und sie bewegte die Worte in ihrem Herzen. Kammerkantate zum Untermhäuser Marienaltar (2016/17)

Akiho Tsujii, Sopran
ensemble diX

Querstand VKJK1803, Preiscode: CL (CD mit Buch), VÖ: 6.6.2018, 4025796018035

Wenn es einen Ort gibt, der für sich das Attribut „malerisch“ im besonderen Wortsinn in Anspruch nehmen kann, dann ist es die kleine Siedlung Untermhaus im ostthüringischen Gera. Am Mohrenplatz gelegen: eine der schönsten und ältesten Kirchen Geras – die Marienkirche – und nur einen Steinwurf entfernt: Geburtshaus und Kinderstube eines der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts, Otto Dix. In jedem Fall rechtfertigt der großartige Altar eines unbekannten, mittelalterlichen Schöpfers in der Marienkirche eine genaue Betrachtung.

Dieser hat sich das Geraer ensemble diX gewidmet und den Thüringer Komponisten Peter Helmut Lang beauftragt, eine Kantate zum Untermhäuser Marienaltar zu schreiben. Jedes einzelne Bild des Flügelaltars erhielt dabei einen eigenen Musiksatz und wurde – passend zum Kirchenjahr – Thema eines gesonderten Gottesdienstes. Über ein Jahr hat die Beschäftigung mit den Altarbildern und die Reise durch das Leben Marias das Gemeindeleben geprägt. Eine Reise, die nun vollendet ist und die mit dem vorliegenden, aus CD und Buch bestehenden Mediabook nachvollzogen werden kann: Die CD enthält die Kantate in einer Studioproduktion, das Buch historische, kunsthistorische und theologische Reflexionen sowie zahlreiche Abbildungen.

 

 

 

Die Orgel der Coventry Cathedral

Werke von Guilmant, Vierne, Saint-Saëns, Dubois, Mulet, Duruflé, Jongen, Messiaen, Weitz

David M. Patrick, Orgel

Guild GMCD7801, Preiscode: CE, VÖ: 6.6.2018, 5065002138019

Patrick ist einer der brillantesten britischen Organisten seiner Generation. Er studierte am Royal College of Music, gewann den Stuart-Preis für Orgel 1967 und den Walford Davies Preis ein Jahr später. Das waren die Türöffner zu prestigeträchtigen Rezitals in der Westminster Cathedral. Früh spezialisierte er sich auf das romantische und moderne französische Repertoire und versucht stets, jeder Orgel das Maximum an Klangmöglichkeiten zu entlocken. Seine Aufnahme der Werke von Duruflé an der Orgel der Coventry Cathedral (deren Disposition einen hohen Anteil französischer Register aufweist) war im BBC Music Magazine 1997 „Critic‘s Choice of the Year“.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Goldbergvariationen
Fantasie G-dur
Präludium und Fuge d-moll
Passacaglia und Fuge c-moll

Martin Heini, Orgel

Guild GMCD7805, Preiscode: EB (2 CD), VÖ: 6.6.2018, 5065002170057

Gerade Bachs Goldbergvariationen gehören zu denjenigen Werken des Meisters, die schon auf nahezu jedes Instrument übertragen worden sind. Das liegt sicher an der vergeistigten Struktur seiner Kompositionen (die ihren Höhepunkt in der Kunst der Fuge findet, wo überhaupt keine Anbindung an spezifische Instrumente mehr festzustellen ist), aber auch daran, dass er selbst ein großartiger Bearbeiter seiner eigenen Schöpfungen und auch derjenigen anderer Komponisten war. Schon Zeitzeugen bestätigten, dass Bach überhaupt keine Skrupel hatte, seine Cembalowerke mal auf der Orgel zu spielen. Oder auf dem Hammerklavier. Und so kann es keine Vorbehalte geben gegen Martin Heinis Unterfangen einer Wiedergabe auf der Orgel.

 

 

 

Funiculus Triplex

Sonaten, Canzonen und Arien von Franz Xaver Hassl, Johann Friedrich Agricola, Johann Ludwig Steiner

Ulrike Hofbauer, Sopran
Ensemble L‘Arcadia

Guild GMCD7806, Preiscode: CE, VÖ: 6.6.2018, 5065002170064

Ersteinspielung

Im Zentrum der vorliegenden Aufnahme steht das vermutlich einzige erhaltene Werk des heute kaum bekannten Komponisten Franz Xaver Hassl (1708-1757): Funiculus triplex seu VI. Sonate (Augsburg 1751). Hassl schrieb die Triosonaten in der Zeit seiner Anstellung als Musikdirektor am fürstbischöflichen Hof in Pruntrut/Porrentruy, wo sie wohl im kirchlichen Rahmen aufgeführt wurden. Die Sonaten werden umrahmt von drei geistlichen Arien aus einer Liedsammlung des Zürcher Stadttrompeters Johann Ludwig Steiner (1688-1761). Einige Canzonetten von Johann Friedrich Agricola (1722-1774) bringen auch die weltliche Seite dieser charmanten und galanten Musik zum Klingen.

 

 

 

Caspar Diethelm (1926-1997)

Symphonische Werke:
Symphonische Suite „Saturnalia“, op. 200
Symphonie Nr. 5 „Mandala“, op. 180
Symphonischer Prolog für Orchester, op. 125
Symphonie Nr. 1, op. 35
Symphonie Nr. 3, op. 76
Symphonie Nr. 4 „Hommage an Joseph Haydn“, op. 100

Royal Scottish National Orchestra, Rainer Held

Guild GMCD7808, Preiscode: FC (3 CD), VÖ: 6.6.2018, 5065002170088

Ersteinspielung

Caspar Diethelm studierte am Konservatorium und an der Kirchenmusikschule Luzern. Hinzu kam Privatunterricht in Komposition bei Johann Baptist Hilber (1891–1973) und Albert Jenny. Prägend waren für ihn die Meisterkurse bei Paul Hindemith sowie Arthur Honegger. Des Weiteren nahm er an den Ferienkursen in Darmstadt bei Karlheinz Stockhausen und Luigi Nono teil. Seine Ausbildung zum Dirigenten vervollständigte er bei Ernst Hans Beer und Alexander Krannhals. Von 1963 bis 1993 wirkte er als Dozent für Musikgeschichte, theoretischer Fächer, Komposition und Kammermusik am Konservatorium Luzern. Zugleich betätigte er sich als Dirigent eigener Werke im In- und Ausland.  Diethelms Œuvre umfasst 343 Werke verschiedenster Besetzungen. Er komponierte über 100 Werke für großes Orchester, Kammer- und Streichorchester, darunter 8 Symphonien und Solokonzerte für nahezu jedes Instrument, sowie ein Ballett. Dazu kommen an die 40 Werke für Chor mit Orchester, Instrumentalensemble oder Orgel, darunter drei große Oratorien sowie zahlreiche Kantaten. Auch für Chor a cappella schrieb er zahlreiche Werke, darunter viele Messen und Motetten. Neben Kompositionen für Blasorchester und Brass Band entstand eine reichhaltige Literatur für Kammermusik vom Solostück bis zum Nonett, 22 Klaviersonaten, sowie zahlreiche Werke mit außergewöhnlichen Besetzungen.  Caspar Diethelm setzte sich mit den neuesten Tendenzen der Musik auseinander, lehnte aber alle dogmatischen Korsetts stets ab. Stattdessen entwickelte er seinen eigenen Stil, der durch Jenny, Hindemith, Honegger und Martin beeinflusst ist. Die Harmonik ist freitonal, die Rhythmik zum Teil elementar, geprägt durch stark tänzerische Impulse mit einer Vorliebe für große ungerade Zyklen. Äußerst wichtig erschien Caspar Diethelm auch die Anwendung von überschaubaren, nachvollziehbaren Formen. In den späteren Werken zeichnet sich eine Wandlung im Denken des Komponisten ab: die Hinwendung zu einer meditativen Grundhaltung, zu einer neuen Spiritualität und die Verarbeitung von Einflüssen außereuropäischer Musik.

 

 

 

Elegie – Musik für Englischhorn

Vol. 2:
Elegien, Sonaten, Romanzen und Vortragsstücke von Wallner, Mille, Draeseke, Cossart, Huber, Siegrist, Hindemith, Steinmetz, Mareczek, Mieg

Martin Frutiger, Englischhorn
Petya Mihneva, Klavier

Guild GMCD7810, Preiscode: CE, VÖ: 6.6.2018, 5065002170101

Nachdem das Englischhorn Anfang des 19. Jahrhunderts seinen Platz im Orchester der italienischen Oper gefunden hatte, setzten auch im übrigen Europa immer mehr Komponisten das Instrument mit seinem sonoren und klagenden Klang in ihren Orchestern ein. Einer der ersten war Héctor Bérlioz mit der berühmten Pastoralszene in seiner „Symphonie fantastique“, in der das Englischhorn solistisch auftritt. Auch Franz Liszt und Richard Wagner setzten fortan das Englischhorn ein. 1843 wurde in Dresden der „Fliegende Holländer“ uraufgeführt; dieses Werk enthält bereits in der Ouvertüre ein schönes Englischhornsolo. Bérlioz, Liszt und Wagner schufen eine romantische musikalische Tradition, in die sich die Englischhornwerke der vorliegenden CD einreihen.

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