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Neuheiten vom 30.8.2017

 

Strings & Webs

Werke für Konzertharfe
Hindemith: Sonate
Spohr: Fantasie in c-Moll, op. 35
C. Ph. E. Bach: Sonate G-Dur Wq139
Saint-Saëns: Fantaise a-Moll op. 95
Patterson: Spider‘s Web op. 113b

Rebekka Frömling, Harfe
Michael Zehe, Erzähler
Vigato Quartet

PASCHENrecords PR170038, Preiscode: CE, VÖ: 30.8.2017, 4250976100389

Schon immer habe der Anblick von Harfen-Saiten ihn an das Netz einer Spinne erinnert – so der britische Komponist Paul Patterson, der mit seinem Werk Spider’s Web op. 113 Rebekka Frömlings erster Veröffentlichung bei PASCHENrecords zu ihrem Titel verhalf. „Strings & Webs“ heißt das Album und beinhaltet die Weltersteinspielung des genannten, zeitgenössischen Werkes in einer Bearbeitung für Harfe und Streichquartett. Gemeinsam mit dem Vigato Quartett bringt Frömling die von Patterson vertonten Charakteristiken vier verschiedener Spinnenarten zum Klingen und lässt sie so fast bildhaft, mal mystisch-ruhig, mal tänzerisch-wild, vor dem inneren Auge erscheinen.

Doch auf „Strings & Webs“ werden nicht nur Spinnennetze musikalisch gewebt – auch Werke von Paul Hindemith, Louis Spohr, Carl Philipp Emanuel Bach und Camillie Saint-Saëns werden „miteinander vernetzt”. So gibt die Dresdener Harfenistin einen breiten Einblick in das sehr vielschichtige Harfen-Repertoire des 18. bis 20. Jahrhunderts und begeistert mit facettenreichen Interpretationen und klanglicher Vielfalt.

 

 

 

Timeless Light

Estnische Cellowerke
Galina Grigorjeva: Molitva (Gebet) für Cello und Männerchor (2005/2013); Recitativo accompagnato (Sonate für Cello solo, 2003)
Kuldar Sink: Gospodi, pomilui nas (Herr, erbarm dich über uns) für Cello solo (1994/2012)
Tõnu Kõrvits: Auszüge aus Seitsme linnu seitse und (Sieben Träume von sieben Vögeln) für Cello und Chor (2009)
Arvo Pärt: Pro et contra, Cellokonzert (1966)
Erkki-Sven Tüür: Spectrum IV für Cello und Orgel (2004)

Allar Kaasik, Cello
Kristine Adamaite, Orgel
Estnischer nationaler Männerchor, Mikk Üleoja
Estnischer Staatschor, Maris Sirmais
Estnisches nationales Symphonieorchester, Peeter Lilje

BIS BIS-CD-1887, Preiscode: CE, VÖ: 30.8.2017, 7318590018873

Allar Kaasik kann auf eine lange und erfolgreiche Karriere zurückblicken, und das nicht nur in Estland. Hier macht er es zu seinem Anliegen, zeitgenössische Werke estnischer Komponisten vorzustellen. Oft spielt er in Kirchen, und er begreift Musik, die in einer Kirche erklingt, als Teil des Gottesdienstes. Diese Haltung teilen viele Komponisten, die entsprechend für ihn geschrieben haben wie Galina Grigorjeva und Kuldar Sink, die so die Tradition estnischer Kirchenmusik bereicherten. Schwerpunkt des Programms ist das Cellokonzert des berühmtesten estnischen Komponisten, Arvo Pärt. Die Aufnahme dieses Werkes ist von besonderer Bedeutung, denn sie wurde erstmals von Melodiya 1989 veröffentlicht. Es war die erste Aufnahme mit Musik Pärts, die in der Sowjetunion zugänglich war und damit den inoffiziellen Bann gegen seine Musik durchbrach. Alle anderen Werke auf „Timeless Light“ wurden zwischen 2014 und 2016 aufgenommen.

 

 

 

Johannes Brahms

Sämtliche Klavierwerke vol. 5:
Sonate Nr. 1 C-Dur op. 1
Fantasien op. 116
Variationen über ein Thema von Robert Schumann fis-Moll op. 9

Jonathan Plowright, Klavier

BIS BIS-SACD-2147, Preiscode: CD, VÖ: 30.8.2017, 7318599921471

Mit der dritten Sonate hatte Plowright seine Gesamtaufnahme begonnen und sich das Erstlingswerk des Komponisten für die letzte SACD der Serie aufgehoben. Brahms hatte diese Sonate bei sich, als er im Oktober 1853 Robert und Clara Schumann in Düsseldorf besuchte. Und vielleicht war es diese Sonate, deren Beginn an Beethovens Hammerklaviersonate erinnert, die Schumann veranlasste, Brahms als „jungen Adler“ und „wahren Apostel“ zu feiern. Bald nach diesem Besuch verschlechterte sich Schumanns Geisteszustand (bis hin zum Selbstmordversuch im Februar 1854). Im selben Jahr schrieb Brahms seine Schumann-Variationen, diese Ereignisse reflektierend. Schumann starb zwei Jahre später, doch Clara und Brahms blieben enge Freunde. Über 40 Jahre später war Clara Schumann unter den ersten Personen, denen Brahms die Fantasien op. 116 zeigte und die sie als „wunderbar originell“ bezeichnete.

 

 

 

Felix Mendelssohn Bartholdy

Werke für Cello und Klavier:
Konzertante Variationen D-Dur op. 17
Sonate Nr. 1 B-Dur op. 45
Sonate Nr. 2 D-Dur op. 58
Romance sans paroles  D-Dur op. 109
Assai tranquillo (Albumblatt) h-Moll (1835)

Christian Poltéra, Cello
Ronald Brautigam, Fortepiano

BIS BIS-SACD-2187, Preiscode: CD, VÖ: 30.8.2017, 7318599921877

Dass Felix Mendelssohns Schwester Fanny eine hoch talentierte Musikerin war, ist bekannt. Weniger bekannt sind zwei andere Geschwister der beiden: Rebecka, eine begabte Sängerin und Paul, der ein sehr kompetenter Amateurcellist war (seine Brötchen verdiente er in einer Bank). Ihm sind wohl die meisten Cellowerke aus Felix‘ Feder zu verdanken. Für deren Einspielung benutzt Brautigam denselben Pleyel-Flügel von 1830, mit dem er bereits die „Lieder ohne Worte“ aufgenommen hatte. Und Poltéra hat sein Stradivari-Cello von 1711 mit Darmsaiten bezogen. So gelingt es beiden Musikern, einen zugleich beweglichen, transparenten und kräftigen Klang zu erzeugen, ideal für Mendelssohn.

 

 

 

Eine Laute von Sixtus Rauwolf

Esaias Reusner: Padoana
François Dufault: Prelude; Allemande; Courante ‘La Superbe’; Courante; Sarabande; Gigue
Charles Mouton: Prelude ‘La promenade’; Allemande ‘Le dialogue des graces …’; Canaries ‘Le Mouton’; Courante ‘La Changeante’; Gaillarde ‘La Bizarre’; Sarabande ‘La Malassis’; Menuet ‘La Ganbade’
David Kellner: Campanella; Courante; Sarabanda; Aria; Giga; Gavotte
‘Mr Pachelbel’ (wahrsch. Johann Pachelbel]: Allemande ‘L’Amant mal content’; Courante ‘L’Amant soulage’; Sarabande ‘L’Amant soupirant’; Gigue ‘Raillerie des amans’
Silvius Leopold Weiss: Prelude; Allemande; Courante; Bourrée; Sarabande; Menuet; Gigue; Ciacona

Jakob Lindberg, Laute

BIS BIS-SACD-2265, Preiscode: CD, VÖ: 30.8.2017, 7318599922652

Um 1590 herum hat der Lautenmacher Sixtus Rauwolf dieses Instrument geschaffen. Gut 100 Jahre später, 1715, wurde die Laute umgebaut, um den Anforderungen und dem Geschmack des Barock zu entsprechen. Jakob Lindberg hat für diese Aufnahme Werke ausgesucht, die zum Repertoire des (wahrscheinlich deutschen) Besitzers aus der Zeit dieser Umgestaltung gehört haben könnten. Für die deutschen Lautenisten war ab Mitte des 17. Jahrhunderts der französische Geschmack Vorbild. Als Ende dieses Jahrhunderts die Laute ganz plötzlich und unerwartet in Paris außer Mode kam, wanderten die französischen Lautenisten aus und hatten in deutschsprachigen Ländern großen Erfolg. Natürlich brachten sie ihre Musik und Traditionen des Lautenspiels mit und gaben diese weiter, wie man an den Werken der hier vorgestellten deutschen Komponisten sehr schön beobachten kann.

 

 

 

Lost is my Quiet

Henry Purcell (Britten): Sound the trumpet; Lost is my quiet; If music be the food of love; Music for a while; No, resistance is but vain; Celemene
Felix Mendelssohn Bartholdy: Ich wollt’, meine Lieb’ ergösse sich, Op. 63,1; Gruß, Op. 63,3; Volkslied, Op. 63,5; Maiglöckchen und die Blümelein, Op. 63,6; Scheidend, Op. 9,6; Neue Liebe, Op. 19,4; Drei Duette, Op. 77
Robert Schumann: Drei Duette, Op. 43; Nachtlied, Op. 96,1; Stille Liebe, Op. 35,8; Der Einsiedler, Op. 83,3; Aufträge, Op. 77,5; So wahr die Sonne scheinet, Op. 37,12
Roger Quilter: It was a lover and his lass, Op. 23,3; Weep you no more, sad fountains; Music, when soft voices die, Op. 25,5; Drink to me only with thine eyes; Love’s philosophy, Op. 3,1; Love calls through the summer night

Carolyn Sampson, Sopran
Iestyn Davies, Altus
Joseph Middleton, Klavier

BIS BIS-SACD-2279, Preiscode: CD, VÖ: 30.8.2017, 7318599922799

Bei vielen Projekten auf dem Gebiet der Barockoper und des Oratoriums haben Sampson und Davies bereits zusammen gearbeitet, aber hier begeben sie sich auf ein ganz anderes Feld. Begleitet von Joseph Middleton erforschen sie Lieder für eine und zwei Stimmen von Mendelssohn und Schumann und kombinieren die mit Liedern und Duetten von Roger Quilter (1877-1953), der nach Studium in Frankfurt/Main in England zu einem bekannten und geschätzten Liedkomponisten avancierte. Und auch wenn dieses Album mit Liedern von Henry Purcell beginnt: die erklingen hier nicht im Original, sondern mit der Klavierbegleitung von Benjamin Britten. Der in seiner Genialität aus dieser alten Musik etwas ganz neues machte.

 

 

 

Fantaisie

Bigazzi/Colonna: Formentera; Cézanne
Castelnuovo-Tedesco: Fantasia op. 145
Haug: Fantasie
Schwertberger: Cuatro piezas para dos
Duarte: Insieme op. 72
Pessina: Omaggio a Piazzolla
Piazzolla: Milonga sin Palabras; Verano Porteño; Invierno Porteño

Duo Perlamusica:
Sophie Rudaz Mudry, Klavier
Grégory Scalesia, Gitarre

Claves CLA50-1708, Preiscode: CK, VÖ: 30.8.2017, 7619931170824

Seit 15 Jahren schon treten Mudry und Scalesia als (von der Besetzung her gedacht) ungewöhnliches Duo auf. Über die Jahre haben sie eine Feinheit der Klangbalance dieser beiden so unterschiedlichen Instrumente entwickelt, dass sie ihr Repertoire mit einer einzigartigen Ausgewogenheit vortragen können. Auch in Kombination mit Kammerorchestern sind sie schon aufgetreten, und sie konzertieren gern unkoventionell. Denn sie haben einen Bus mit einer Bühne und einem Klavier ausgestattet und können so buchstäblich auf dem Marktplatz spielen.

 

 

 

Mahler und Schnabel

Gustav Mahler: Symphonie Nr. 4, arr. für Sopran und Ensemble von Klaus Simon
Artur Schnabel: Lieder aus op. 11 und 14, arr. für Sopran und Ensemble von Graziella Contratto

Rachel Harnisch, Sopran
MythenEnsembleOrchestral, Graziella Contratto

Claves CLA50-1709, Preiscode: CK, VÖ: 30.8.2017, 7619931170923

Das Ensemble setzt sich aus freischaffenden Musikern und Solisten diverser Schweizer Symphonieorchester zusammen. Seit 2009, anlässlich eines Gedenkkonzerts für Artur Schnabel in Schwyz, hat das Ensemble immer wieder die Kammerfassung von Mahlers 4. Symphonie aufgeführt. Die Musiker fühlen sich dabei in der Tradition der Gesellschaft für private Musikaufführungen, 1918 in Verbindung mit Arnold Schönbergs Kompositionsklasse gegründet. In der interessanten Kammerfassung von Klaus Simon wird das Werk auf genau die 14 Instrumente reduziert, die auch damals zur Verfügung standen – zuzüglich eines Solosoprans. Von besonderem Interesse sind auch die Lieder aus der Feder von Artur Schnabel, der ja eher als Pianist berühmt wurde. Als Komponist wurde er stark von Schönberg beeinflusst, schrieb immerhin drei Sinfonien, fünf Streichquartette und zahlreiche Kammermusikwerke. Bei der Liedkomposition hat er zweifellos für seine Frau geschrieben, die Altistin Therese Behr-Schnabel, mit der er bei zahlreichen Liederabenden auftrat.

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