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Neuheiten vom 28.6.2017

 

Isaac Albéniz

Klavierwerke vol. 9:
Recuerdos de viaje, T 72; 3er Minuetto, T 74; Rêves, T 99; Scherzo, T 57; Tango, T 94 B; Diva sin par (Mazurka-capricho), T 63; Menuet, T 73; Minuetto, T 89 A; Improvisation, T 115 A; Balbina Valverde (Polka brillante), T 64

Miguel Baselga, Klavier

BIS BIS-CD-2173, Preiscode: CE, VÖ: 28.6.2017, 7318590021736

Äußerst vielschichtig ist das Klavierwerk des Isaac Albéniz; da stehen unstrittige Meisterwerke neben beiläufiger Salonmusik. Eben noch malt der Komponist mit kräftigen spanischen Farben, dann wieder erklimmt er die Höhen durchgeistigter Klassik oder Romantik. Mit Hilfe der Assistenz von Albéniz‘ Schüler Jacinto Torres konnte Miguel Baselga auch absolute Raritäten ausfindig machen, die er immer wieder in einzelne Folgen der Gesamtaufnahme einstreute (die Serie geht mit diesem vol. 9 zu Ende). Diesmal gibt er uns die Chance, die letzte von drei Improvisationen zu hören – transkribiert von einer Phonographenaufnahme, die Albéniz 1903 machte. Der Hauptteil des Programms ist aus den späten 1880er Jahren. In dieser Zeit war Albéniz ein Fixpunkt in den angesagten Salons von Madrid, und er komponierte in dieser Zeit Musik, die einen deutlichen Bezug auf Mendelssohn, Schumann und Chopin nicht verleugnen kann und will. Und doch kommen immer wieder die spanischen Farben zum Zuge, wie in den „Recuerdos de viaje.“

 

 

 

Claude Debussy

Die drei Ballette:
Jeux, poème dansé en un acte
Khamma, légende dansée
La Boîteà joujoux, ballet pour enfants

Singapore Symphony Orchestra, Lan Shui

BIS BIS-SACD-2162, Preiscode: CD, VÖ: 28.6.2017, 7318599921624

Immer wieder wurden Orchesterwerke Debussys zu Balletten umfunktioniert (z.B. 1912 das „Prélude à l‘après-midi d‘un faune“ durch Nijinsky und die Ballets Russes). Aber drei Werke hat Debussy zwischen 1911 und 1913 ganz direkt als Ballette geschrieben, und die sind auf dieser SACD zu hören. Zu dieser Zeit war der Komponist finanziell unter Druck, und so nahm er entsprechende Kompositionsaufträge an. Darunter auch von den Ballets Russes, für die er „Jeux“ schrieb. Ein Werk, das schnell wieder in Vergessenheit geriet – bis Pierre Boulez es in den 1950er Jahren als eines der prophetischsten Werke des Jahrhunderts bezeichnete.

 

 

 

Let Beauty Awake – English viola music

Ralph Vaughan Williams: Five songs from ‘Songs of Travel’ transcribed for viola and piano / Romance for viola and piano
Rebecca Clarke: Sonata for Viola and Piano
Benjamin Britten: Third Suite for Cello, Op. 87 transcribed for viola / Lachrymae for viola and piano, Op. 48

Ellen Nisbeth, Viola
Bengt Forsberg, Klavier

BIS BIS-SACD-2182, Preiscode: CD, VÖ: 28.6.2017, 7318599921822

Trotz ihrer Jugend hat Ellen Nisbeth schon Erfolge über die Grenzen ihres Heimatlandes Schweden hinaus zu verzeichnen. Von der European Concert Hall Organisation (ECHO) wurde sie für die Saison 2017/2018 als „Rising Star“ ausgewählt. Studiert hat sie am Londoner Royal College of Music. Die Wurzeln ihrer Familie liegen in Schottland, und Ellen Nisbeth fühlt sich besonders den schottischen Landschaften verbunden – und dem schottischen Dichter Robert Louis Stevenson. Vor diesem Hintergrund überrascht es nicht, dass sie sich für ihre erste Recital-SACD ein durchweg britisches Programm zusammen gestellt hat, teilweise mit eigenen Transkriptionen wie den „Songs of Travel“ – Ralph Vaughan Williams‘ Vertonungen von Gedichten aus der Feder von Stevenson.

 

 

 

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 5 cis-Moll

Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä

BIS BIS-SACD-2226, Preiscode: CD, VÖ: 28.6.2017, 7318599922263

2004 begann die Zusammenarbeit zwischen dem Minnesota Orchestra und seinem Chefdirigenten Osmo Vänskä mit BIS. Seitdem sind eine von der Kritik hochgelobte Serie der Beethoven-Symphonien sowie der Symphonien von Sibelius entstanden (Grammy Award 2014 für die Einspielung der Symphonien 1 und 4). Nun startet eine neue Reihe von monumentaleren Proportionen mit Gustav Mahlers 5. Symphonie, aufgenommen in Minneapolis im Juni 2016. Das 1902 geschriebene Werk ist das erste rein instrumentale nach drei Vorgängern, die alle Vokalparts enthielten. Das wurde als Rückkehr Mahlers zu konventionelleren Formen interpretiert; dabei enthält die Symphonie genug Unkonventionelles. Sie stellt sich als Spiegelbild des fiebrigen Schmelztiegels dar, der Wien zu dieser Zeit halt war: eine wilde Mischung österreichischer, böhmischer und ungarischer Kultur.

 

 

 

Arnold Schönberg

Streichquartette:
Nr. 2, op. 10 für Streichquartett und Sopran
Nr. 4, op. 37

Gringolts Quartet
Malin Hartelius, Sopran

BIS BIS-SACD-2267, Preiscode: CD, VÖ: 28.6.2017, 7318599922676

30 Jahre liegen zwischen der Komposition dieser beiden Werke, und beide entstanden in für Schönberg schwierigen Zeiten. 1907/08 war er hohem emotionalem Stress durch eine Ehekrise ausgesetzt, der oft als Auslöser für die Abkehr von der Tonalität gesehen wird. Denn für diese Abkehr steht das 2. Streichquartett als Repräsentant. Ungewöhnlich auch der Einsatz eines Soprans in den zwei letzten Sätzen. „Ich wurde inspiriert von Gedichten von Stefan George... und ganz überraschend, ohne eine Erwartung meinerseits, zeigten diese Lieder einen Stil, der sich abhob von allem, was ich bis dahin geschrieben hatte“. – Das 4. Quartett, 1936 geschrieben, war eines der ersten Werke, die Schönberg im amerikanischen Exil schrieb. 1933 hatte er Europa verlassen, aber die ersten Jahre in seiner neuen Heimat waren gekennzeichnet von Krankheit und einer schwierigen Arbeitssituation; zum Unterrichten musste er zwischen Boston und New York pendeln. Das Werk geht mit der von ihm selbst entwickelten strengen Lehre der Zwölftönigkeit erstaunlich frei und entspannt um.

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