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Neuheiten vom 7.6.2017

 

Dem Himmel zu Ehren

Musik für vier Trompeten, Pauken und Orgel von Telemann, Bach, Lully, Peerson, Praetorius, Mendelssohn, Bizet, Rheinberger und Lefébure-Wély

Pfeiffer-Trompeten-Consort

Cantate C58052, Preiscode: CE, VÖ: 7.6.2017, 4012476580524
(Festliches Trompetenkonzert vol. 7)

Nicht ganz von ungefähr stand Georg Philipp Telemann Pate beim Titel der vorliegenden CD. Im Jahr seines 250. Todestages hat sich das Pfeiffer-Trompeten-Consort besonders mit dem Schaffen eines der produktivsten Komponisten der Musikgeschichte beschäftigt. Eine Vielzahl seiner Kompositionen ist bis heute unveröffentlicht, für uns ein Ansporn, Werke einzuspielen, die es bis heute so nicht zu hören gibt.

Ein besonderer Reiz lag für das Ensemble auch darin, ursprünglich für Tasteninstrumente geschriebene Musik der englischen Renaissance zu durchforschen, die wir für geeignet halten, um sie mit Trompeten, Orgel und Schlagwerk in einem neuen Klanggewand zu präsentieren. So sind auch hier glanzvolle Arrangements entstanden, die dem Hörer den Farbenreichtum und die Lebendigkeit dieser teilweise über 400 Jahre alten Musik auf fast unterhaltsame Art neu erfahren lassen.

Ebenso haben wir in der Orgelliteratur des 19. Jahrhunderts passende Stücke gefunden, die in ihrem ohnehin schon klangprächtigen Charakter mit unserem Instrumentarium stimmungsvoll erweitert werden.

Die CD zeigt wieder einmal die ganze Bandbreite des Ensembles: Neben festlich-virtuoser Musik in wechselnden Besetzungen wird auch die lyrische Seite der Trompete präsentiert, außerdem ist die Pauke in zwei neu geschaffenen Arrangements als Soloinstrument zu hören. Komplettiert wird die Einspielung mit zwei stilgerechten und repräsentativen Solostücken aus dem umfangreichen Repertoire der Orgelmusik.

Somit hat das Pfeiffer-Trompeten-Consort auch mit der vorliegenden Aufnahme das Ziel verfolgt, ähnlich wie in seinen Konzerten ein abwechslungsreiches Programm mit vielen, teilweise bisher unbekannten Schätzen zusammenzustellen und damit einen eigenen Beitrag zum Telemann-Jahr und darüber hinaus zu leisten.

 

 

 

Tommie Haglund (*1959): Flaminis Aura

Flaminis aura for cello and orchestra with tape (2001/2004)
l regno degli spiriti für Streichquartett (2001)
Sollievo(dopola tempesta) für Streichtrio (2013)
Serenata per Diotima für Streicher (2014/2015)

Ernst Simon Glaser, cello
Gothenburg Symphony, David Afkham
Trio ZilliacusPerssonRaitinen
Julia Kretz-Larsson, Violine
Malmö Symphony Orchestra, Joachim Gustafsson

BIS BIS-SACD-2025, Preiscode: CD, VÖ: 7.6.2017, 7318599920252

Dieses Komponistenportrait beginnt mit Tommie Haglunds erster Partitur für volles Orchester, dem Cellokonzert „Flaminis Aura“. 13 Jahre nach Fertigstellung wurde es mit Schwedens bedeutendstem Kompositionspreis ausgezeichnet. Das Werk besteht aus einem einzigen Satz mit langsamem Impuls; diese Bauform kehrt in Haglunds Werk häufig wider. Der lateinische Titel beschreibt einen Moment kurz vor einer religiösen  Offenbarung, und die Musik formt eine Erklärung sowohl des menschlichen Empfindens wie auch des Kosmos. Gegen Ende des Werks ist eine Bandaufnahme der NASA mit Sphärenklängen zu hören: ein „Gesang der Erde.“ Es folgt Kammermusik in der Interpretation des renommierten Trios ZilliacusPerssonRaitinen, und die SACD endet mit einer Serenade auf die antike Philosophin Diotima, angeregt durch die Geburt des ersten Enkelkindes des Komponisten.

 

 

 

Richard Strauss: Musik für Bläser

Konzert für Oboe und kleines Orchester
Serenade in Es für 13 Bläser
Sonatina Nr. 2 in Es „Fröhliche Werkstatt“ für 16 Bläser

Alexei Ogrintchouk, Oboe
Concertgebouw Orkest, Andris Nelsons
Bläser des Concertgebouw Orkest

BIS BIS-SACD-2163, Preiscode: CD, VÖ: 7.6.2017, 7318599921631

Unbeirrt von dem um ihn herum ausbrechenden Chaos arbeitete Strauss in den 1940er Jahren konsequent weiter an diversen Projekten. 1944/45 schrieb der Achtzigjährige das Oboenkonzert und die Sonatina Nr. 2 wie auch die Metamorphosen für Streicher. Während das letztgenannte Werk eindeutig eine Reaktion auf die Zerstörung ist, die natürlich auch Strauss wahrnahm, scheint er im Oboenkonzert und der Sonatina aus der bizarren und grausamen Wirklichkeit jener Tage zu fliehen. Mit pastoraler Ruhe und einer gelegentlichen nostalgischen Erinnerung an die Musik des 18. Jahrhunderts kommt uns das Oboenkonzert entgegen. Und die Sonatina widmete Strauss „dem Geist des unsterblichen Mozart am Ende eines Lebens voller Dankbarkeit“. Beide Werke umrahmen die Serenade in Es, rund 60 Jahre früher geschrieben in der Tradition unterhaltender Musik von Schubert und Mendelssohn.

 

 

 

Joseph Haydn

Streichquartette op. 20 vol. 2:
Nr. 4 D-Dur
Nr. 5 f-Moll
Nr. 6 A-Dur

Chiaroscuro Quartet

BIS BIS-SACD-2168, Preiscode: CD, VÖ: 7.6.2017, 7318599921686

Innerhalb des umfangreichen Streichquartett-Schaffens von Joseph Haydn nehmen die sogenannten „Sonnenquartette“ op. 20 eine besondere Stellung ein. Denn sie setzten qualitativ eine äußerst hoch einzuschätzende Marke, an der sich alle folgenden Komponisten zu orientieren hatten. Dabei sind das keine Monumentalkompositionen; die Quartette überraschen vielmehr durch ihre stilistische Flexibilität, Unterschiedlichkeit und Unvorhersagbarkeit. Jeder Takt ist voller Überraschungen und musikalischer Abenteuer. Haydn baut Brücken zwischen Stilen und Ideen und vermittelt zwischen jeder historischen Quelle, die er kannte, und seinen kühnsten Träumen von musikalischer Avantgarde. Hier vorgetragen in historischer Aufführungspraxis vom auf Darmsaiten spielenden Chiaroscuro-Quartett.

 

 

 

Igor Strawinsky

Musik für Violine, vol. 1:
Pastorale
Prélude et Ronde des princesses, Berceuse und Scherzo aus L’oiseau de feu
Chanson russe aus Mavra
Danse russe aus Petruschka
Suite für Violine und Klavier (arr. aus Pulcinella)
Duo concertant
Airs du rossignol und Marche chinoise aus Le rossignol
+ Rouget de Lisle, arr. Strawinsky: La Marseillaise für Violine solo

Ilya Gringolts, Violine
Peter Laul, Klavier

BIS BIS-SACD-2245, Preiscode: CD, VÖ: 7.6.2017, 7318599922454

In seiner Autobiographie bekannte Strawinsky, er habe am Zusammenklang von Streichern und Klavier wenig Gefallen gefunden. Dass er diese Meinung später änderte und eine ganze Reihe von Werken für Violine und Klavier entstanden, ist das Verdienst des Geigers Samuel Duschkin. Strawinskys Verleger hatte die beiden zusammen gebracht; er wollte Strawinsky davon überzeugen, ein Violinkonzert zu schreiben. Und das funktionierte: die Zusammenarbeit beider blieb über die Premiere des Violinkonzerts 1931 hinaus bestehen, und Duschkin und Strawinsky gingen sogar gemeinsam mit einem Recital auf Tournee. Allerdings kam es nur zu einer Originalkomposition, dem Duo concertant. Ansonsten bearbeitete Strawinsky eigene Werke. Einige davon waren auch gar nicht für Duschkin gedacht, sondern schon in den 1920er Jahren für Paul Kochanski entstanden.

 

 

 

John Pickard (*1963)

Symphony No. 5 (2014)
Sixteen Sunrises (2013)
Concertante Variations (2011) for wind quintet, timpani and strings
Toccata (Monteverdi), transcription for ensemble (1998) after Claudio Monteverdi

BBC National Orchestra of Wales, Martyn Brabbins

BIS BIS-SACD-2261, Preiscode: CD, VÖ: 7.6.2017, 7318599922614

Pickard hat sich vor allem als Komponist kraftvoller Orchester- und Kammermusikwerke einen Namen gemacht. Diese SACD eröffnet mit der Symphony no. 5, bei deren Komposition Pickard das BBC Orchestra und Brabbins im Sinne hatte. Das gut halbstündige Werk in einem Satz erfordert nicht weniger als drei Pauker, die links, rechts und zentriert hinter dem Orchester aufgestellt werden, was zu einigen dramatischen antiphonalen Effekten führt. Die folgenden „Sixteen Sunrises“ sind Ausdruck von Pickards Wunsch nach einem Stück „voller Licht“. Der Titel bezieht sich auf die Anzahl von Sonnenaufgängen, die man von der internationalen Raumstation ISS aus in 24 Stunden erleben kann (auf dem Cover sieht man die ISS von der Erde aus beim Vorbeiflug vor der Sonne). Üblicherweise sind musikalische Schilderungen von Sonnenaufgängen langsame, sich entwickelnde Prozesse. Aber von der ISS aus betrachtet dauert ein Sonnenaufgang nur wenige Sekunden, und die Idee des plötzlichen Wechsels vom Dunkel ins Licht (und wieder zurück) formte Pickards Komposition.

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