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Anatol Vieru (1926-1998)

Symphonie 6 „Exodus“ op. 112
Memorial op. 118

Rumänisches Radiosymphonieorchester, Horia Andreescu, Ludovic Bács

Troubadisc TRO-CD01446, Preiscode: CE, VÖ: 21.1.2015, 4014432014463

Ersteinspielung

Vieru, Überlebender des Holocaust (in diesem Fall unter rumänischer Beteiligung), studierte u.a. in Moskau bei Aram Khachaturian. Als erstem Rumänen wurde ihm nach dem 2. Weltkrieg ein internationaler Kompositionspreis zugesprochen: In Genf gewann er für sein erstes Cellokonzert den „Prix International Reine Marie-José“. Seine 6. Symphonie entstand in einer Endzeit: unmittelbar vor dem Zusammenbruch des Regimes, das mit dem Namen des Diktators Nicolae Ceausescu verbunden wird. In seiner Sinfonik erzeugt Vieru einzigartige Klangbilder, so auch in der 6., einem Werk von enormer Dimension. Jeder der vier Sätze stellt für sich ein geschlossenes symphonisches Werk dar; die Symphonie insgesamt hat eine Spieldauer von einer Stunde. Die kreative Energie des Komponisten zeigt sich in seiner Fähigkeit, Disparates und Widersprüchliches in einen plausiblen musikalischen Zusammenhang zu stellen und so dialogische Strukturen in die Musik einzubringen.

 

 

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Arundo

Glinka: Sonatensatz
Hindemith: Sonate für Fagott und Klavier
Bernaud: Hallucinations
Dutilleux: Sarabande et Cortège
Solal: Seul contre tous
Bitsch: Concertino für Fagott und Klavier
Poulenc: Trio für Klavier, Oboe und Fagott

Marceau Lefèvre, Fagott
Emilien Lefèvre, Oboe
Kimiki Imani, Klavier

ClassicClips CLCL130, Preiscode: CE, VÖ: 21.1.2015, 4260113461303

Die erste große Blütezeit des Fagotts als Soloinstrument erstreckt sich über das 17. und 18. Jahrhundert. Antonio Vivaldi allein schrieb an die 40 Fagottkonzerte, und noch Mozart erwies dem Instrument mit einer Reihe kammermusikalischer und konzertanter Werke seine Reverenz. Den Komponisten des 19. Jahrhunderts dagegen schien das Fagott – mit wenigen Ausnahmen wie Weber und Rossini – kaum mehr konzertwürdig. Auch in der Kammermusik spielte es nur mehr eine untergeordnete Rolle. Erst in der Musik des 20. Jahrhunderts, vornehmlich französischer Komponisten, trat es allmählich wieder aus seinem Schattendasein. Einige der schönsten kammermusikalischen Werke dieser „Nouvelle Vague“ des Fagotts sind auf der vorliegenden CD versammelt.

 

 

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Enter Clarinet

Debussy: Première Rhapsodie
Weber: Klarinettenquintett
Rossini: Introduktion, Thema und Variationen
Denisov: Sonate für Klarinette solo
Penderecki: Quartett für Klarinette und Streichtrio

Blaz Sparovec, Klarinette
Dolezal Quartett
Alma Klemm, Harfe
Jella Grossmann, Kontrabass

ClassicClips CLCL131, Preiscode: CE, VÖ: 21.1.2015, 4260113461310

Hauptwerk dieser Einspielung ist das Webersche Klarinettenquintett. Eine „höllische Lunge“ und eine „unermüdliche Zunge“ wünschte der Komponist 1811 seinem Freund Heinrich Josef Baermann, dem „Clarinettengenie“, wie er ihn nannte. Der solchermaßen Geehrte war seit 1906 Klarinettist im Münchner Hoforchester. Virtuos beherrschte er die neuesten Spielmöglichkeiten seines Instruments, die durch die Entwicklung der Klappenmechanik gerade erst eröffnet worden waren. Und entsprechend virtuos ist denn auch das Quintett, das von Weber für seinen Freund schrieb (neben zwei Konzerten, die mit triumphalem Erfolg von Baermann aufgeführt wurden). Das Klarinettenquintett gilt jedenfalls zu Recht als ein Höhepunkt im Kammermusikwerk des Komponisten.

 

 

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Johannes Brahms

Violinkonzert D-Dur op. 77
Konzert für Violine und Cello a-Moll op. 102

Gioconda de Vito, Violine
Amedeo Baldovina, Cello
Philharmonia Orchester, Rudolf Schwarz

Amare Classics AME1001, Preiscode: BE, VÖ: 21.1.2015, 5029385997885

Eine Hommage an eine der besten Geigerinnen ihrer Zeit, Gioconda de Vito (1907-1997). Die Aufnahmen entstanden 1952 (Doppelkonzert) bzw. 1953 (Violinkonzert) in London.

 

 

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Ludwig van Beethoven

Violinkonzert D-Dur op. 61
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Leonid Kogan, Violine
Orchestre de la Société des Concerts du Conservatoire, Constantin Silvestri
Hans Richter-Haaser, Klavier
Philharmonia Orchestra, István Kertész

Amare Classics AME1002, Preiscode: BE, VÖ: 21.1.2015, 5029385997892

Das Violinkonzert wurde am 16.11.1959 im Salle Wagram in Paris aufgenommen, das Klavierkonzert in den Abbey Road Studios in London vom 20. bis 22. Juli 1960.

 

 

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Roger Vuataz (1898-1988)

Die Kunst der Fuge instrumentiert für Kammerorchester

Les Solistes de Bruxelles, Roger Vuataz

Doron DRC2012, Preiscode: EB (2 CD), VÖ: 21.1.2015, 7619924720128

Das unvollendete Letztwerk Bachs hat seit jeher Musiker herausgefordert, über das Ziel des Werkes zu spekulieren. An wen hat Bach bei der Komposition als Hörer gedacht? An welche Besetzung? Wollte er überhaupt, dass diese „Augenmusik“ gespielt oder doch nur als Lehrwerk gelesen wird? Fragen über Fragen. Und immer wieder sind demzufolge Instrumentierungsversuche unternommen worden. Hier zu hören die von Roger Vuataz, der als Komponist, Pianist, Organist, Rundfunkregisseur, Chor- und Orchesterleiter und Professor am Genfer Konservatorium tätig war. Eine erste Instrumentalversion der „Kunst der Fuge“ schrieb er 1936/37 auf Anregung von Hermann Scherchen, eine zweite 1963. Und die ist hier unter seiner Leitung zu hören.

 

 

7619924730691

Ludwig van Beethoven

Sonate Nr. 23 „Appassionata“
32 Variationen über ein Originalthema
Klavierkonzert Nr. 4 G-Dur op. 58

Muza Rubackyte, Klavier
Shanghai String Quartet

Doron DRC3069, Preiscode: CE, VÖ: 21.1.2015, 7619924730691

Auf dem Titel und im Booklettext wird behauptet, es handele sich hier um die Ersteinspielung einer 1998 vom Musikwissenschaftler Hans-Werner Küthen wieder entdeckten Kammermusikfassung des 4. Klavierkonzerts. Zurückgeführt wird die auf Franz Alexander Pössinger und aufbewahrt in der Berliner Staatsbibliothek. Sie soll in der Zeit nach der Uraufführung, aber vor Drucklegung der Originalausgabe, die im August 1808 veröffentlicht wurde, entstanden sein – demnach sollte Beethoven selbst den Solopart gespielt haben.

Der Produzent hat schlecht recherchiert: bereits 2003 hat Heidrun Holtmann mit dem Concertino München exakt diese Fassung für Musicaphon eingespielt (M56949). Aber so bieten sich wenigstens Vergleichsmöglichkeiten.

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