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Royal

John Dowland: Fantasias / Tänze
Benjamin Britten:
Nocturnal after John Dowland op. 70
Hans Werner Henze:
Royal Winter Music: Second Sonata

Stefan Koim, Gitarre

Musicaphon M56975, Preiscode: CE, VÖ: 3.8.2016, 4012476569758

„ROYAL ..., edler Klang in höfischem Kontext“ so könnte man in kurzen Worten die Musik des berühmten Renaissancelautenisten John Dowland beschreiben, die im Mittelpunkt der zweiten CD von Stefan Koim steht. Dabei werden auf der einen Seite Kompositionen von Dowland selbst vorgestellt; Kompositionen, die eine beeindruckende Verbindung von Herz, Geist und Intellekt aus der Feder eines weltgewandten Musikers des 16. Jahrhunderts darstellen. Auf der anderen Seite stehen die beiden bedeutenden modernen Kompositionen von Benjamin Britten und Hans Werner Henze, die in ihren Werken Bezug auf Dowland und die Lautenmusik des Elisabethanischen Zeitalters nehmen. Explizit geschieht dies in Brittens Nocturnal, einem Variationswerk über John Dowlands Air Come heavy sleep, deren Ursprungsgestalt allerdings untypischerweise erst ganz am Ende der Komposition erscheint. Eher implizit ist der Bezug bei Hans Werner Henze, der sich die Inspiration für seinen in London komponierten Zyklus Royal Winter Music in den Werken des englischen Lyrikers und Dramatikers William Shakespeare holte, bekanntlich ein Zeitgenosse Dowlands. Unvorstellbar daher, dass er bei der Abfassung seines Werks für Sologitarre nicht auch Dowlands Lautenmusik im Ohr hatte ... Und so sollen die auf dieser CD versammelten Kompositionen vor allem auf zweierlei aufmerksam machen: auf den immer noch faszinierenden Klang einer Zeit, die vielfach als das „Goldene Zeitalter“ der englischen Geschichte bezeichnet wird, sowie auf das auch nach 400 Jahren immer noch inspirierende Potential dieser Musik für die Musik der Moderne.


 

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Jean Sibelius

Symphonie Nr. 3 C-Dur op. 52
Symphonie Nr. 6 d-Moll op. 104
Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 105

Minnesota Orchestra, Osmo Vänskä

BIS BIS-SACD-2006, Preiscode: CD, VÖ: 3.8.2016, 7318599920061

Mit dieser SACD kommt der schon hoch gelobte Sibelius-Symphonien-Zyklus von Osmo Vänskä und dem Minnesota Orchestra zu seinem Abschluss. Hier findet sich die 3. Symphonie, 1907 vollendet, in Kombination mit den beiden letzten Werken dieses Genres, mehr oder weniger parallel zwischen 1922 und 1924 komponiert. Die 3. Symphonie ist Sibelius‘ „klassischste“ Symphonie, ein radikaler Gegensatz zu ihrem opulenten Vorgänger. Und der Dirigent Koussevitzky, einer der großen Apologeten von Sibelius, sprach von dieser Symphonie als „Musik, die ihrer Zeit weit voraus ist.“ Fünfzehn Jahre später, nach der heroischen 5. Symphonie, überraschte Sibelius wieder alle, die auf „mehr“ in dieser Art gehofft haten. Denn die 6. Symphonie lebt von einem raffinierten modalen und moderaten Fluss. Der Komponist vermied virtuosen Orchestersatz ebenso wie massive Höhepunkte. Und dann folgt der symphonische Schwanengesang, die strenge und majestätische 7. Symphonie. Ein einsätziges Werk, bei der Erstaufführung noch „Fantasia sinfonica“ betitelt, und doch eine komplette Symphonie. Denn der Satz enthält alle typischen Elemente einer viersätzigen symphonischen Anlage. Drei fundamentale Werke eines Komponisten, von dem Kollege Vaughan Williams einmal sagte, er habe die Fähigkeit, einen C-Dur-Akkord ganz neu klingen zu lassen.


 

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Sergej Prokofiev

Symphonie Nr. 4 C-Dur op. 112
Symphonie Nr. 7 cis-Moll op. 131
Vivace aus der Symphonie Nr. 7

Bergen Philharmonic Orchestra, Andrew Litton

BIS BIS-SACD-2134, Preiscode: CD, VÖ: 3.8.2016, 7318599921341

Es ist ja nicht ungewöhnlich, dass Komponisten ihre Werke gelegentlich einer oder, siehe Bruckner, auch mehreren Revisionen unterziehen. Aber Prokofievs 4. Symphonie ist schon ein Sonderfall, denn sie besteht nach der 1947 erfolgten Revision nun in zwei derart unterschiedlichen Fassungen, dass der Komponist entschied: das sind zwei verschiedene Werke – und jedem eine eigene Opuszahl verpasste. Der 1929/30 entstandenen Erstfassung war nur ein lauwarmer Erfolg beschieden gewesen. Das Ergebnis der Revision brachte ein wesentlich umfangreicheres und ambitionierteres Werk hervor, das auf dem gleichen Ausgangsmaterial beruhte. Vier Jahre später begann Prokofiev die Arbeit an seinem letzten großen Werk, der 7. Symphonie. Eine „Symphonie für Kinder“ sollte es werden, nachdem er 1948 von den Sowjets des „Formalismus“ beschuldigt worden war. De facto findet sich nichts Kindliches in dem Werk. Da Prokofiev nach der Uraufführung einen alternativen, optimistischer klingenden Schluss komponierte, ist auch dieser alternative 4. Satz hier separat zu hören.


 

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Felix Mendelssohn Bartholdy

Streichquartett Nr. 5 Es-Dur op. 44,3
Streichquartett Nr. 6 f-Moll op. 80
Capriccio und Fuge aus „Vier Stücke für Streichquartett“ op. 81

Escher String Quartet

BIS BIS-SACD-2160, Preiscode: CD, VÖ: 3.8.2016, 7318599921600

Die Gesamtaufnahme der Streichquartette Mendelssohns durch das Escher String Quartet geht zu Ende mit den beiden letzten Werken dieses Genres. Das 5. Quartett gehört zu der Serie aus op. 44, die von vielen Kritikern für die Meisterwerke Mendelssohns in Bezug auf das Streichquartett gehalten werden. Der stets bescheidene Mendelssohn empfahl die Serie seinem Freund, dem Pianisten Ignaz Moscheles: „Es sind eines oder zwei darunter, die mir selbst gefallen. Und ich wüßte gern, ob ich da richtig liege, und Du sie auch magst.“ Das posthum veröffentlichte 6. Quartett nimmt in Mendelssohns Schaffen einen besonderen Platz ein. Es ist nicht nur eine seiner letzten Kompositionen, sondern auch die atemberaubende und herzerweichende Antwort des Komponisten auf den unerwarteten Tod seiner geliebten Schwester Fanny. Einen Monat nach der Niederschrift dieses Werkes war auch Mendelssohn tot.


 

7318599921914

Johann Sebastian Bach

Weltliche Kantaten vol. 7:
Mer hahn en neue Oberkeet (Bauernkantate), BWV 212
Non sa che sia dolore, BWV 209
Amore traditore, BWV 203

Mojca Erdmann, Sopran
Dominik Wörner, Bass
Bach Collegium Japan, Masaaki Suzuki

BIS BIS-SACD-2191, Preiscode: CD, VÖ: 3.8.2016, 7318599921914

Diese SACD enthält drei Sonderwerke im Schaffen Bachs. Das bekannteste, die Bauernkantate, entstand zu einer Feier auf dem Land außerhalb Leipzigs. Die Solisten porträtieren keine römischen Götter oder allegorischen Figuren, sondern stellen ein Bauernmädchen und einen Landarbeiter vor. In breitem Dialekt preisen die beiden zu Musik, die Bezug auf Volkslieder und bürgerliche Tänze nimmt, den neuen Besitzer des Landguts und seine Familie, teilen aber auch kleine Spitzen auf den Pfarrer und den örtlichen Steuerinspektor aus. Es folgen die beiden einzigen Kantaten Bachs, die italienische Texte haben. Gerade deshalb wurden sie schon von Bachs Schülern besonders beachtet. Beides sind Solokantaten und halten eine Reihe von Überraschungen für den Hörer bereit. Die längere, BWV 209, ist vielleicht ein musikalischer Abschied von einem jungen Schüler bei seiner Abreise aus Leipzig nach Abschluss seiner Studien. Die Arien zeigen deutlich Einflüsse der italienischen Oper. In Amore traditore klagt ein enttäuschter Liebhaber Amor des Betrugs an. Überraschend ist die Rolle des Cembalos, das über seine Begleitfunktion weit hinausgehend solistische Aufgaben übernimmt.


 

7318599922003

Meditatio

Geistliche Chorwerke von MacMillan, Tavener, Gudmundsson, Leifs, Lauridsen, Whitacre, Sigurbjörnsson, Saevarsson, Esenvalds, Dorvaldsdottir, Askelsson, Ingi und Pärt

Schola cantorum Reykjavicensis, Hördur Askelsson

BIS BIS-SACD-2200, Preiscode: CD, VÖ: 3.8.2016, 7318599922003

Diese SACD ist das Resultat einer Reihe von Konzerten, die Schola cantorum Reykjavicensis unter der Leitung von Hördur Askelsson zu Allerheiligen gab. Ein Programm mit expressiver Chormusik voller Trauer und Abschied im Licht von Hoffnung und Zuwendung. Abseits von Leifs überraschend heiterem Requiem, das der Komponist auf den Tod seiner Tochter 1947 schrieb, stammen alle Werke aus den letzten 35 Jahren, von Taveners „The Lamb“ (1982) bis zum „Nunc dimittis“ (2015) von Sigurdur Saevarsson. Der hoch leistungsfähige Chor, 1996 von Askelsson gegründet, gibt regelmäßig Konzerte in der berühmten Hallgrimskirkja in Reykjavik, wo auch diese Aufnahme entstand.

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