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À l‘Espagnol

Bach: Aus der Violinpartita BWV 1004
Sor: Fantasia Nr. 7, op. 30
De Falla: Homenaje à Debussy
Rodrigo: Invocation et Danse
Murail: Tellur

Stefan Koim, Gitarre

Musicaphon M56963, Preiscode: BF, VÖ: 14.1.2015, 4012476569635

Auf seiner Debut-CD präsentiert Stefan Koim Kompositionen von der Barockzeit bis zur Moderne, deren verbindendes Element eine kreative Adaption spanischer Musiktraditionen ist – eine Adaption, die im Einzelfall durchaus unterschiedliche Formen annehmen konnte: Während in Johann Sebastian Bachs Ciaccona aus der 2. Violinpartita die spanischen Bezugspunkte auf formaler Ebene durchscheinen – die Ciaccona ist ursprünglich ein spanischer Volkstanz –, stellen folkloristische Elemente bei den spanischen Komponisten Fernando Sor, Manuel de Falla und Joaquín Rodrigo einen wichtigen Aspekt ihres jeweiligen Personalstils dar. Und der französische Komponist Tristan Murail schließlich integriert, um seine Klangvorstellungen auf der Gitarre zu verwirklichen, in sein Werk Tellur Spieltechniken aus der spanischen Flamenco-Musik. Bemerkenswert ist dabei, dass die Rezeption von Elementen spanischer Musik in allen Fällen entweder über Frankreich oder in direkter Auseinandersetzung mit Einflüssen der französischen Musik bzw. der Musik französischer Komponisten erfolgte: Bach beispielsweise legte seiner Komposition ein französisches Formmodell der Ciaccona zugrunde, Sor verbrachte gerade die in Bezug auf sein Œuevre für Gitarre produktivsten Jahre seines Lebens im Zentrum des französischen Musiklebens, in Paris. De Falla wiederum widmete sein Werk dem von ihm sehr verehrten französischen Komponisten Claude Debussy und Rodrigo sowie Murail entwickelten ihre Personalstile in Auseinandersetzung mit jeweils aktuellen Tendenzen im französischen Musikleben. Mit dieser Mischung spanischer und französischer Elemente verweisen die auf dieser CD versammelten Kompositionen einmal mehr auf die enge Verknüpfung der verschiedenen Musikstile Europas, auch über Nationengrenzen hinweg.

 

 

5028165108824

Alun Hoddinott (1929-2008)

Lieder:
Grongar Hill, op. 168
Blake Songs, op. 192
Pedair Can Gymreigh
Paradwys Mai, op. 143
u.a.

Jeremy Huw Williams, Bariton
Welsh Chamber Orchestra Ensemble, Anthony Hose

Metronome METCD1088, Preiscode: BI, VÖ: 14.1.2015, 5028165108824

Der Ire Hoddinott arbeitete seit 1967 als Professor of Music an der Universität in Cardiff, wo er auch das Cardiff Festival of 20th Century Music gründete. Nach seiner Pensionierung widmete er sich ganz der Komposition vor allem von Liedern. Auf dieser CD sind alle seine Schöpfungen für Bariton zu hören, zum ersten Mal aufgenommen. Darunter zwei große Spätwerke, die Jeremy Huw Williams, dem Interpreten dieser Einspielung, gewidmet sind.

 

 

5028165109227

Michel Lambert (1610-1696)

Lieder

Charles Daniels, Tenor
Fred Jacobs, Theorbe

Metronome METCD1092, Preiscode: BI, VÖ: 14.1.2015, 5028165109227

Lambert, seit 1660 „maître de la Chambre du roi“ und Protegé von Gaston d‘Orleans, Bruder des französischen Königs, und des Kardinal Richelieu, avancierte zum bedeutendsten Liedkomponisten am französischen Hof. Über 300 Lieder aus seiner Feder sind bekannt. Lamberts Schwiegersohn, der berühmte Jean-Baptiste Lully, wurde zur selben Zeit höchster Hofmusiker als „surintendant de la Chambre“. Die hier vorgestellten Lieder stammen aus einer im Jahr seiner Ernennung bei Ballard publizierten Sammlung, die noch aus anderem Grund von Bedeutung ist: Die weiter entwickelte Drucktechnik erlaubte es erstmals, auch feinste Einzeichnungen wiederzugeben, und so verraten uns die gravierten Verzierungen in den Variationen einiges über die Musizierpraxis jener Zeit. Und die Ausgabe enthält, ganz ungewöhnlich, einen ausgearbeiteten Basso continuo. Unterhaltsame Musik, aus der auch noch einiges über das Musizieren im Barock zu erfahren ist.

 

 

7318590020463

Carl Philipp Emanuel Bach (1714-1788)

Sämtliche Solo-Klavierwerke vol. 29:
„Zweyte Fortsetzung“, Sonaten 4-6

Miklós Spányi, Clavichord

BIS BIS-CD-2046, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 7318590020463

Wie der Titel schon andeutet, schließen sich die „Zweyte Fortsetzung“-Sonaten an die vorherige Sammlung an, vornehmlich die „Sonaten mit verschiedenen Reprisen“, 1760 veröffentlicht. Nur ein Jahr später fanden diese eine Weiterführung in den sechs „Fortsetzung“-Sonaten, und 1763 war die Zeit reif für die „Zweyte Fortsetzung“, wieder eine Sammlung von sechs Sonaten, von denen die ersten drei auf dieser CD zu hören sind. Die Originalausgabe war seinerzeit höchst erfolgreich, wahrscheinlich wegen der eingefügten ausgeschriebenen „Improvisationen“ zu Abschnitten, die zu wiederholen sind. Sicher eine geschickte Marketing-Idee entweder des Komponisten oder seines Verlegers, denn natürlich war es für Laienmusiker höchst interessant, von erster Hand Hilfestellung bei der üblichen Variation von Wiederholungen zu erhalten.

 

 

7318599919744

Verlorene Erinnerungen

Fazil Say: Silence of Anatolia (Klavierkonzert Nr. 3), op. 11
Hsiao Tyzen: Farewell Etude, op. 55; Memory
Yu Julian: Impromptu, op. 9
Chen Qigang: Instants d‘un opéra de Pékin
Wang Xiaohan: A Song in the Childhood
Wang Xilin: Klavierkonzert, op. 56

Chen Sa, Klavier
Taipei Chinese Orchestra, Chung Yiu-Kwong

BIS BIS-SACD-1974, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 7318599919744

Die chinesische Pianistin, international sehr beachtet und gelobt für ihre Interpretationen der Werke Chopins, Rachmaninows und Ravels, kehrt mit dieser Einspielung zu ihren Wurzeln zurück. In einem fast durchweg chinesischen Programm präsentiert sie Musik, die inspiriert ist von Begriffen wie „Erinnerung“, „Nostalgie“ oder „Wiederherstellung von Eindrücken“. Durchweg sind es Schöpfungen des 20. und 21. Jahrhunderts; das jüngste Werk ist Wang Xilins Klavierkonzert, das 2010 von Chen Sa mit der Baseler Sinfonietta uraufgeführt wurde, hier aber in einer Version für chinesisches Orchester erklingt.

 

 

7318599921037

Antonio Vivaldi (1678-1741)

Le quattro stagioni, op. 8,1-4
Konzert h-moll für vier Violinen
Konzert a-moll für Violine
Largo und Grave
Sinfonia aus „La verità in cimento“

Richard Tognetti, Violine und Leitung
Australian Chamber Orchestra

BIS BIS-SACD-2103, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 7318599921037

1711 erschien Vivaldis „L‘estro armonico“ im Druck; eine der wichtigsten Musiksammlungen der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die 12 Konzerte für ein bis vier Geiger, Streicher und B.c. lösten eine Welle der Begeisterung für italienische Musik in Mittel- und Nordeuropa aus, inspirierten jüngere Komponisten wie Bach, Händel und Telemann und wurden in den großen Musikzentren Europas ins Repertoire aufgenommen. 14 Jahre später zementierte Vivaldi seinen Ruf als einer der größten Komponisten seiner Zeit (und darüber hinaus) mit der Sammlung „Il cimento dell‘armonia e dell‘inventione“. Denn die ersten vier Konzerte aus dieser Sammlung sollten zu DEM bis heute nicht enttrohnten, meistgespielten und meist verkauften Klassikhit überhaupt werden: „Il quattro stagioni“, die vier Jahreszeiten. Ein „must“ in der Biographie aller Geiger – nun hat also auch Tognetti seine diesbezügliche Visitenkarte abgegeben.

 

 

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Johan Helmich Roman (1694-1758)

Sonaten für Flöte und Basso continuo

Dan Laurin, Blockflöte
Paradiso Musicale

BIS BIS-SACD-2105, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 7318599921051

Zu Romans Lebzeiten war die Blockflöte in Stockholm das meistgespielte Musikinstrument vom einfachen Bürger bis rauf zur königlichen Familie, der Roman als Kapellmeister diente. Die Traversflöte, also die Querflöte, war demgegenüber der Upper Class, dem Adel vorbehalten. Dieser höhere Status wird Roman veranlasst haben, für seine 12 Flötensonaten, die er Königin Ulrika Eleonora 1727 als Geburtstagsgeschenk überreichte, die Querflöte vorzusehen. Das hielt den gefeierten Blockflötisten Dan Laurin aber nicht ab, die Sonaten seines Landsmanns für sein Instrument zu adaptieren. Ihn fasziniert Romans komplexe Emotionalität, die sich mit Elementen der Volksmusik mischt und immer für Überraschungen gut ist: die Musik ist oft asymmetrisch, irregulär und voller unerwarteter Wendungen, zugleich überraschend italienisch im Stil (Roman hatte sich von 1715 bis 1721 in London aufgehalten und war dort mit vielen italienischen Kollegen in Kontakt getreten).

 

 

7318599921068

Kalevi Aho (*1949)

Klavierwerke:
19 Preludes / Three small Piano Pieces / Two Easy Piano Pieces for Children / Sonatina / Solo II / Sonate

Sonja Fräki, Klavier

BIS BIS-SACD-2106, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 7318599921068

Aho hat sich international einen großen Namen als Symphoniker gemacht (bisher liegen 16 Symphonien und 21 Konzerte vor), aber er hat daneben auch eine große Reihe von Werken für kleinere Besetzungen komponiert: Quartette und Quintette, Duos und Solowerke für verschiedene Instrumente. Die finnische Pianistin Sonja Fräki präsentiert auf dieser SACD nun Klavierwerke ihres Landsmanns, genauer: sämtliche bisher entstandenen Klavierwerke. Die passen zwar alle problemlos auf nur eine Scheibe, umfassen aber dennoch einen Zeitraum von rund 30 Jahren. Auch in diesem Genre zeigt sich seine Faszination am Virtuosen und technischer Brillanz (die aber nicht zum Selbstzweck wird). Eine Herausforderung für Pianistinnen und Pianisten.

 

 

9120006600354

Best of Strauß live

Ouvertüren / Wiener Blut / Rosen aus dem Süden / Deutscher Union-Marsch / Persischer Marsch / Künstler-Quadrille / Wo die Zitronen blüh‘n / Die Libelle / An der schönen blauen Donau / Radetzky-Marsch u.v.m.

K & K Ballett
K & K Philharmoniker, Matthias Georg Kendlinger

DaCapo CD1678, Preiscode: EB (CD und DVD), VÖ: 14.1.2015, 9120006600354

Seit 1996 sind Kendlinger und seine Ensembles sehr erfolgreich mit ihrer jährlichen Johann Strauß Konzert-Gala europaweit unterwegs. Diese CD und DVD (die inhaltlich nicht denkungsgleich sind) bieten bekannte, aber auch weniger bekannte Highlights aus den Konzerten.

 

 

9314574114423

Gustav Mahler

Symphonie Nr. 2 „Auferstehung“

Brieley Cutting, Angela Turner, Stephen Emmerson, Stewart Kelly, Klavier

Melba MR301144, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 9314574114423

Ersteinspielung

Für seine 2. Symphonie hegte Gustav Mahler eine ganz besondere Zuneigung. Mehrfach gab es Versuche, dieses Riesenwerk zu arrangieren. Den ersten unternahm Mahler selbst, als er 1891 dem Dirigenten Hans von Bülow den ersten Satz am Klavier vorstellte. Dieser Versuch allerdings misslang; Bülow kommentierte: „Wenn das Musik sein soll, verstehe ich von Musik überhaupt nichts!“ Geglückt dagegen sind Arrangements von Mahlers Freund Hermann Behn für zwei Klaviere (s. MUSICAPHON M56915) und von Bruno Walter für Klavier vierhändig. Hier wird die besetzungstechnisch aufwendigste Fassung vorgestellt; Heinrich von Bocklets Version für zwei Klaviere vierhändig, also achthändig, wurde 1914 wenige Jahre nach Mahlers Tod von der Universal Edition publiziert. Diese uns heute exotisch vorkommende Besetzung war zu ihrer Entstehungszeit nichts besonderes; eine erstaunlich große Zahl von Orchesterwerken ist um die Wende zum 20. Jahrhundert in dieser Form bearbeitet worden. Von Bocklets Fassung der 2. Symphonie erklingt hier in Ersteinspielung.

 

 

9314574114522

Voices in the Wilderness

Hans Gál (1890-1987):
Sonate für Viola und Klavier op. 101
Impromptu für Viola und Klavier
Suite für Viola und Klavier op. 102a

Ernst Krenek (1900-1991):
Sonate für Viola und Klavier op. 117
Sonate für Viola solo op. 92,3

Roger Benedict, Viola
Timothy Young, Klavier

Melba MR301145, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 9314574114522

Teilweise Ersteinspielung

Sowohl Hans Gál wie auch Ernst Krenek teilten das Schicksal vieler deutscher Komponisten des 20. Jahrhunderts: Am richtigen Ort, in einem künstlerisch hoch produktiven Umfeld geboren, nur leider zur falschen Zeit. Denn als sie ihre künstlerische Reife erlangten, wurden sie von den Faschisten aus Deutschland vertrieben und mussten sich im Exil einem Neuanfang stellen: Hans Gál in London, Ernst Krenek in Los Angeles. Alle hier eingespielten Werke (die Musik Gáls in Ersteinspielung) entstanden in dieser Zeit, in den 1940er Jahren. Umso erstaunlicher, dass insbesondere Gáls Werke kaum etwas von der biographisch schwierigen Situation ahnen lassen. Seine ausgesprochen erzählerische Musik ist optimistisch, wie von Sonne durchflutet.

 

 

9314574114621

Beim Erwachen des großen Krieges

F. Delius: Preludes
A. Bax: Third Sonata
R. Vaughan Williams: Hymn-tune Prelude
F. Bridge: Sonata
Ch. Chaplin (arr. Martin): Smile

Benjamin Martin, Klavier

Melba MR301146, Preiscode: CE, VÖ: 14.1.2015, 9314574114621

Selten gehörte Klaviermusik britischer Komponisten, die viel eher für ihre Orchesterwerke bekannt sind, ist das Thema dieser Einspielung. Ein schönes Beispiel für die einfallsreiche und kenntnisreiche Art der Programmzusammenstellungen des Pianisten, die von der Konzertkritik immer wieder gelobt wird. Seine Recitals spiegeln eine höchst überzeugende Einheit von Virtuosität, Poesie und Kontemplation, technischer Meisterschaft und interpretatorischer Tiefe, mit der insbesondere englische Musik aus der Zeit vor dem 2. Weltkrieg in den Blick nimmt. Und doch ist Benjamin Martin ein Rätsel: wie kann es sein, dass ein Künstler solcher Qualitäten nur einer kleinen Schar von Kennern und Liebhabern exzellenter Klavierabende bekannt ist?

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