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Franco Donatoni (1927-2000)

The Cologne Broadcasts:
Le ruisseau sur l’escalier
Lame
Alamari
Ala
Lame II

Oren Shevlin, Cello
WDR Sinfonieorchester, Peter Rundel

Edition Zeitklang EZ56058, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 4032824000832

Der junge Donatoni war zunächst von Bartók beeinflusst (seine Kommilitonen nannten ihn „Donatok“) und von Goffredo Petrassi. Später erst kam der Schock des Serialismus, die Bekanntschaft mit Bruno Maderna und Luciano Berio und auch die mit John Cage, von dem er sich allerdings immer absetzen wollte und musste, da auch sein eigenes Komponieren um die Frage der Beliebigkeit jeglicher Ordnung kreiste, um das immer auch Zufällige jeglicher Strukturierung. Donatoni unterrichtete ganze Generationen von jungen Komponisten an verschiedenen Hochschulen Norditaliens. In den 1990er Jahren war Donatoni einer der meistgespielten Komponisten der Neuen Musik, vor allem in Italien und Frankreich.

 

 

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Wagnérisme

Bearbeitungen für zwei Klaviere von Debussy, Reger, Buths und Hans von Bülow

Richard und Valentin Humburger, Klavier

perc.pro PP10252014, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 4260029190649

Kurioserweise ist der Moment von Wagners Scheitern in Paris, der „Tannhäuser“-Skandal von 1861, zugleich die Geburtsstunde einer Strömung gewesen, die als „Wagnérisme“ vor allem in Frankreich eine ganz eigentümliche Art der Wagner-Rezeption geprägt hat. Die Auseinandersetzung mit diesem Komponisten nahm geradezu manische Züge an; sie äußerte sich auch in einer Vielzahl von Bearbeitungen, Transkriptionen und Adaptionen. Die CD bietet mit der Transkription der „Holländer“-Ouvertüre durch Claude Debussy auch Beispiele deutschen „Wagnérisme“, z.B. wie der junge Max Reger sich mit Wagner beschäftigte (seine Wagner-Erlebnisse in Bayreuth gaben bei ihm überhaupt den Ausschlag, Komponist werden zu wollen), und sie schließt mit Transkriptionen des Pianisten, Komponisten und Dirigenten Julius Buths, der mit Reger befreundet war, und der „Tannhäuser“-Ouvertüre in der Bearbeitung durch den Stardirigenten Hans von Bülow, den mit Wagner und dessen Frau Cosima ein kompliziertes Dreiecksverhältnis verband.

 

 

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Robert De Visée (1660-1732)

Confidences galantes. Quatre pièces de théorbe

Fred Jacobs, Theorbe

Metronome METCD1089, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 5028165108923

Die Musik für Theorbe von De Visée ist sehr zart, eine intime Kunst, die ihm die besondere Gunst Königs Ludwig XIV einbrachte. Ende des 17. Jahrhunderts war die französische Form der Theorbe das bevorzugte Instrument des Lautenisten. Er spielte für die königliche Familie wie auch als Mitglied des privaten Orchesters des Königs, der berühmten „La Chambre du Roi“. Diese zarten Werke werden hier vorgetragen von Fred Jacobs, der bei Anthony Bailes am Sweelinck Konservatorium in Amsterdam seine Ausbildung erhielt. Er ist Mitglied zahlreicher europäischer Spezialensembles für Alte Musik und auf allen großen Festivals anzutreffen. Seit 1995 unterrichtet er Laute und Theorbe am Amsterdamer Konservatorium.

 

 

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Carl Philipp Emanuel Bach

Die Werke für Klavier solo, vol. 28:
“Zweyte Fortsetzung”, Sonaten 1-3
sowie Sonaten F-Dur Wq 62/24 und c-Moll Wq 60

Miklós Spányi, Clavichord

BIS BIS-CD-2045, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 7318590020456

Wie der Titel schon andeutet, schließen sich die „Zweyte Fortsetzung“-Sonaten an die vorherige Sammlung an, vornehmlich die „Sonaten mit verschiedenen Reprisen“, 1760 veröffentlicht. Nur ein Jahr später fanden diese eine Weiterführung in den sechs „Fortsetzung“-Sonaten, und 1763 war die Zeit reif für die „Zweyte Fortsetzung“, wieder eine Sammlung von sechs Sonaten, von denen die ersten drei auf dieser CD zu hören sind. Die Originalausgabe war seinerzeit höchst erfolgreich, wahrscheinlich wegen der eingefügten ausgeschriebenen „Improvisationen“ zu Abschnitten, die zu wiederholen sind. Sicher eine geschickte Marketing-Idee entweder des Komponisten oder seines Verlegers, denn natürlich war es für Laienmusiker höchst interessant, von erster Hand Hilfestellung bei der üblichen Variation von Wiederholungen zu erhalten.

 

 

7318590090466

Wolfgang Amadeus Mozart

Die Quintette:

Die Streichquintette
Orlando-Quartett/Nobuko Imai, Viola II

Quintett für Klavier und Bläser Es-Dur
Stephen Hough, Klavier/Berliner Philharmonisches Bläserquintett

Quintett A-dur für Klarinette und Streicher
Martin Fröst, Klarinette/Vertavo String Quartet

Quintett Es-Dur für Horn und Streicher
Ensemble Villa Musica

BIS BIS-CD-9046, Preiscode: EC (4 CDs zum Preis von 2), VÖ: 9.7.2014, 7318590090466

Mozarts Streichquintette, insbesondere die letzten vier, werden oft als Krönung seiner Kammermusik bezeichnet. Der Musikwissenschaftler Charles Rosen hat darauf hingewiesen, dass die Quintette immer kurz nach Fertigstellung einer Serie von Quartetten geschrieben wurden, als ob das Genre den Ideen des Komponisten und ihrer „ultimativen“ Umsetzung besser entsprochen hätte. Dabei spielt Mozart virtuos mit den Möglichkeiten der fünf Stimmen. Es gibt Dialoge mit Begleitung durch die drei anderen, es gibt Wechsel zwischen zwei Streichtrios, daneben Violinduette, Bratschenduette... Ergänzt wird diese Ausgabe durch drei weitere Quintette anderer Besetzung, darunter das Klavierquintett, über das Mozart 1784 an seinen Vater schrieb, dies sei das Beste, was er bisher überhaupt komponiert habe.

 

 

7318599918709

Benjamin Britten

Die Streichquartette, vol. 3:
Simple Symphony, op. 4
Rhapsody (1929)
Quartettino (1930)
Phantasy in F minor (Quintet) (1932)
String Quartet in F (1928)

Emperor Quartet
John Metcalfe, Viola II

BIS BIS-SACD-1870, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 7318599918709

Nach den hochgelobten zwei CDs mit Veröffentlichungen der drei „nummerierten“ Streichquartette Brittens legt das Emperor Quartet nun auf der dritten und letzten Folge dieser Serie mit fünf Jugendwerken des Komponisten nach. Der Zeitraum umfasst die Periode vom Streichquartett in F, geschrieben vom vierzehnjährigen Schüler, bis zur sechs Jahre später entstandenen „Simple Symphony“, dem Werk, das Britten den Durchbruch brachte. Diese Werke zeigen die Stilentwicklung des jungen Komponisten, wie er sich vom zunächst großen Einfluss seines Lehrers Frank Bridge löste, wie sein Interesse an Schönberg und Bartók zunahm.

 

 

7318599920368

Kalevi Aho (*1949)

Konzerte:
Concerto for Horn and Chamber Orchestra (2011)
Acht Jahreszeiten; Konzert für Theremin und Kammerorchester

Annu Salminen, Horn
Carolina Eyck, Theremin
Lapland Chamber Orchestra, John Storgårds

BIS BIS-SACD-2036, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 7318599920368

Aho gilt heute als einer der interessantesten und wichtigsten europäischen Komponisten auf dem Gebiet der Orchestermusik – fünfzehn Syymphonien hat er bisher geschrieben und zwanzig Konzerte. Und diese fortdauernde Konzertschöpfung für alle Hauptinstrumente des romantischen Orchesters bezeichnet er selbst als eines seiner wichtigsten kompositorischen Projekte. In diesen Kontext gehört also das für Annu Salminen geschriebene Hornkonzert. Ganz anders ist die Lage beim Konzert für Theremin, diesem 1920 erfundenen elektronischen Instrument, dem einzigen Instrument überhaupt, das berührunglos (nur über Änderungen von elektromagnetischen Feldern) gespielt wird. Aho beschreibt seine Erfahrungen mit diesem einzigartigen Klangerzeuger als „magisch“, und so schrieb er für Carolina Eyck ein achtsätziges Konzert auf der Basis schamanischer Traditionen der Salmen, der Ureinwohner Lapplands. Und er verlangt der Solistin nicht nur das virtuose Spiel des exotischen Instruments, sondern auch Gesang ab.

 

 

7318599920610

John Pickard (*1963)

Eden for brass band (2005)
Symphony no. 4 “Gaia” for brass band and percussion (1991-2003)

Eikanger-Bjørsvik Musikklag, Andreas Hanson

BIS BIS-SACD-2061, Preiscode: CE, VÖ: 9.7.2014, 7318599920610

Vierzehn Jahre schrieb Pickard an seiner 4. Symphonie, die wie „Eden“ für die klassische britische Brass Band konzipiert ist; im Fall der Symphonie mit ausgeweiteter Percussion. Gaia ist nicht nur der Name der griechischen Göttin der Erde, sondern auch die Bezeichnung einer Theorie, die besagt, die Erde selbst sei ein lebender Organismus, der sich gegen die Kolonialisierung durch die Menschen zur Wehr setzen wird. Wie einst die Dinosaurier werden wir hinweg gefegt werden, und die Verletzung der Erde, die wir angerichtet haben, wird wieder heilen. Dies also ist die Folie, vor deren Hintergrund Pickard seine Symphonie entwickelt. „Eden“ basiert auf John Miltons epischem Gedicht „Paradise lost“, das ebenfalls genau diese Thematik beschreibt.

 

 

8594029811584

Zdenek Otava, Bariton

Szenen und Arien aus Werken von Dvorak, Fibich, Foerster, Janacek, Kovarovic, Krejci, Novak, Smetana, Puccini, Rossini, Verdi u.a.

mit verschiedenen Orchestern und Dirigenten

Arco Diva UP0158, Preiscode: EC (2 CD und DVD), VÖ: 9.7.2014, 8594029811584

Der dramatische Barition Zdenek Otava (1902-1980) war über 50 Jahre eine prägende Gestalt im tschechischen Musikleben. Leos Janacek hatte das Talent des Zehnjährigen erkannt, der damals als Schüler im Chor des Brünner Klosters sang. Nach dem 1. Weltkrieg arbeitete er zunächst als Lehrer, konnte dann seine Studien in Paris, Wien und Rom fortsetzen und wurde 1925 an die Oper in Bratislava engagiert. Von 1929 bis 1972 gehörte er dann dem festen Ensemble des Prager Nationaltheaters an – unglaubliche 43 Jahre lang. Die CDs bieten einen repräsentativen Querschnitt durch seine Interpretationen aus verschiedenen Abschnitten seiner künstlerischen Laufbahn, ergänzt durch Ausschnitte von Opernaufzeichnungen auf der beiliegenden DVD.

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