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Johann Sebastian Bach

Die englischen Suiten BWV 806-811

Carole Cerasi, Cembalo

Metronome METCD1078, Preiscode: CG (2 CD), VÖ: 17.9.2014, 5028165107827

Auf dem berühmten Cembalo aus den Werkstätten Blanchet undTaskin (1757/1778) der Kenneth-Gilbert-Sammlung, derzeit als Leihgabe im Chartres Museum, spielt Carole Cerasi die englischen Suiten, die wahrscheinlich aus der Weimarer Zeit Bachs stammen (1708-1717). Er zollte damit einer Form Tribut, die schon seit 100 Jahren existierte. Die Idee, eine Reihe von kontrastierenden Tänzen in der gleichen Tonart zu schreiben, geht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Doch die Suite, wie Bach sie kannte, begann ihren Siegeszug erst Anfang des 17. Jahrhunderts. Er weicht allerdings von der strengen französischen Form ab, indem er der Suite nicht eine prunkvolle Ouvertüre voranstellt, sondern ein Präludium, was eher auf italienische Wurzeln schließen lässt. Mit ihrer differenzierten Mischung aus diesen brillierenden Präludien im italienischen Stil, den sehr französischen Allemanden, Couranten und Sarabanden und dem verspielten Melodienreichtum der Galanterien zählen die „Englischen Suiten“ zu einem der wichtigsten Beiträge Bachs zu diesem Genre und illustrieren sein Interesse, die verschiedenen Stile seiner Zeit zusammen zu führen und zu verschmelzen.

 

 

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Anton Rubinstein (1829-1894)

Sämtliche Klaviertrios:
Nr. 1 F-Dur op. 15,1
Nr. 2 G-Dur op. 15,2
Nr. 3 B-Dur op. 52
Nr. 4 A-Dur op. 85
Nr. 5 c-Moll op. 108

The Edlian Piano Trio:
Tatiana Andrianova, Klavier
Charlotte Edwards, Violine
Ann Lines, Cello

Metronome METCD1081, Preiscode: CG (2 CD), VÖ: 17.9.2014, 5028165108121

Rubinstein, zu Lebzeiten als einer der größten Klaviervirtuosen des 19. Jahrhunderts gefeiert, aber auch geschätzt als Komponist, Dirigent, Lehrer und Musikmanager, absolvierte öffentliche Auftritte als Wunderkind (wie sein Bruder Nicolai) schon mit neun Jahren. Seine kompositorische Ausbildung folgte deutschen Traditionen, und im kammermusikalischen Bereich galt seine ganz große Liebe dem Klaviertrio. Alle sind von ihm für ihn (als Pianisten geschrieben), und daher erfordern die Klavierparts aller Werke Pianistinnen oder Pianisten von weit überdurchschnittlichen spieltechnischen Fertigkeiten (obwohl auch der Violin- und der Cellopart nicht gerade durch geringe Ansprüche auffallen). Andererseits galt er als Komponist, der nicht nur für die große Konzertbühne, sondern ebenso für den bildungsbürgerlichen Salon schrieb. Es ist spannend zu hören, wie in seiner Kammermusik beide Ebenen vertreten sind.

 

 

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Haydn und die Kunst der Variation

Sonaten in C, G und D, Andante und Variationen f-Moll

Carole Cerasi, Fortepiano und Clavichord

Metronome METCD1085, Preiscode: BI, VÖ: 17.9.2014, 5028165108527

Haydn? Da denkt man spontan an Streichquartette oder Sinfonien – weniger an Klaviersonaten. Dabei war Haydn ein kompetenter Pianist. Aber er schrieb nicht, wie Mozart oder Beethoven, Sonaten, um sie dann auch selbst aufzuführen. Doch er dachte alle Musik vom Klavier her: „Meine Phantasie spielt mit mir, als wäre ich ein Klavier... eigentlich bin ich wirklich ein lebendiges Klavier“. Rund 60 Klaviersonaten hat er geschrieben, die aber spätere Generationen vorwiegend als Unterrichtsmaterial nutzten und die von den meisten berühmten Pianisten (bis heute) ignoriert werden. Dabei vollenden sie die Entwicklung der klassischen Sonate viel stärker als das zahlenmäßig kleinere Sonatenwerk Mozarts. Je nach Stil und Entstehungszeit verteilt Carole Cerasi die Werke auf ein originales Fortepiano von Johann Schantz, gebaut 1795, und ein Clavichord aus der Werkstatt von Karin Richter (1998) nach einem Instrument von Christian Gottlob Hubert (1771).

 

 

5709499734360

Felix Mendelssohn Bartholdy

Sämtliche Werke für Klavier und Orchester:
Konzert Nr. 1 g-Moll / Nr. 2 d-Moll / Nr. 3 e-Moll
Konzert für Klavier und Streicher a-Moll
Serenade und Allegro h-Moll / Rondo Brillant Es-Dur / Capriccio Brillant h-Moll
Konzerte für zwei Klavier und Orchester As-Dur und E-Dur
Konzert für Violine, Klavier und Orchester d-Moll

Oleg Marshev, Anne Mette Staehr, Klavier
Rumen Lukanov, Violine
Philharmonie Süddänemark, David Porcelijn

Danacord DACOCD734, Preiscode: FC (4 CD zum Preis von 3), VÖ: 17.9.2014, 5709499734360

Wie seine ältere Schwester Fanny war Felix Mendelssohn ein gefeierter Pianist. Daher überrascht es nicht, dass er mit besonderer Hingabe fürs Klavier komponierte: Solowerke, darunter die berühmt gewordenen „Lieder ohne Worte“, Kammermusik und nicht weniger als zehn Werke für Klavier und Orchester. Wobei das dritte Klavierkonzert unvollendet blieb und nur dank der Ergänzungen von Marcello Bufalini, 2006 veröffentlicht, in einen aufführungsfähigen Zustand versetzt wurde. Fairerweise muss man zugeben: das ist mehr Bufalini als Mendelssohn. Aber dennoch zeigen all diese Werke die kompositorische Entwicklung des Komponisten in umfassender Weise. Denn die Spanne reicht vom a-Moll-Konzert, das Mendelssohn noch als Teenager schrieb, bis zum eben erwähnten Konzert in e-Moll. All dies vorgetragen von Oleg Marshev, seit 2010 Professor an der Anton Bruckner Universität in Linz.

 

 

5709499747001

Ludwig van Beethoven

33 Variationen über einen Walzer von Antonio Diabelli, op. 120

Christina Bjørkøe, Klavier

Danacord DACOCD747, Preiscode: CE, VÖ: 17.9.2014, 5709499747001

In der Zeit der Entstehung der Diabelli-Variationen, zwischen 1819 und 1823, zeigte Beethoven ein wieder gesteigertes Interesse am Klavier. Aber er wollte auch das alte Genre der Variation in neue Formen und Dimensionen führen. Und so entstand ein Variationszyklus, der im Umfang nur mit Bachs Goldberg-Variationen vergleichbar ist. Dabei wird die Idee der Variation so radikal angewandt, dass vom Original in einigen Variationen nichts mehr zu hören und zu sehen ist. Beethoven greift auf barocke Variationstechniken zurück (Bach, Händel). Das Werk war aus einer Laune des Komponisten und Verlegers Antonio Diabelli heraus entstanden. Der hatte die interessante Idee, Österreichs führende Komponisten (neben Beethoven auch Schubert, Czerny und Hummel) Variationen über einen von ihm komponierten Walzer verfassen zu lassen. Das Ergebnis ist – im Falle Beethovens – eine der Kronjuwelen im umfassenden Klavierwerk des Meisters geworden. Vorgetragen von Christina Bjørkøe, einer jungen dänischen Pianistin, die, aus Kopenhagen stammend, an der Juilliard School bei Seymour Lipkin studierte.

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