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Die Kunst der Janine Micheau

Britten: Illuminations, op. 18
Ravel: Shéhérazade
Orch. des Concerts Lamoureux, Paul Sacher

Debussy: La Damoiselle élue
Janine Collard, Mezzosopran

Chabrier: Ode à la musique; Le Roi malgré lui
Jean Mollien, Tenor
Chorale Élisabeth Brasseur
Orch. de la Société des Concerts du Conservatoire, Jean Fournet

Eloquence ELQ4824769, Preiscode: BL, VÖ: 4.7.2018, 0028948247691

Dieses Album zeigt die ganze Vielseitigkeit des lebendigen, lyrischen, typisch französischen Soprans von Janine Micheau (1914-1976). Mit gerade mal 21 Jahren wurde Micheau von Ernest Ansermet ausgewählt, die Mélisande in Debussys Oper in Amsterdam zu singen, und schnell machte sie sich weltweit einen Namen als Micaëla oder als Carmen. Stets bleibt ihre Stimme hell; sie singt extrem tonsicher und verfügt über eine große Dynamik.

 

 

 

Die Kunst des Camille Maurane

Duparc: div. Lieder
Fauré: La Bonne Chanson, op. 61
Lily Bienvenu, Klavier

Debussy: Trois ballades de François Villon
Ravel: Don Quichotte à Dulcinée
Orch. des Concerts Lamoureux, Jean Fournet

Eloquence ELQ4824947, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 4.7.2018, 0028948249473

Mauranes (1911-2010) feine Stimme mit einem angenehm weichen tiefen Register und einer schmelzenden, an einen Tenor gemahnenden Höhe, dazu einer reichen Palette an Klangfarben, war ein wunderbares „Instrument“ für die Rolle des Pelléas in Debussys Oper. Seine exzellente Technik erlaubte es ihm, noch in seinen 70er Jahren zu singen. Zur Zeit dieser hier veröffentlichten Aufnahmen für das neue Philips-Label (1954-1955) war er auf dem Höhepunkt seiner stimmlichen Leistungskraft.

 

 

 

Jean Fournet: Die Concertgebouw-Aufnahmen

Mussorgsky: Die Nacht auf dem kahlen Berge
Chabrier: España
Dukas: L‘Apprenti sorcier
Debussy: Prélude à l‘après-midi d‘un Faune
Borodin: In den Steppen Zentralasiens
Grieg: Peer Gynt-Suiten 1 und 2

Concertgebouworkest, Jean Fournet

Eloquence ELQ4824959, Preiscode: BL, VÖ: 4.7.2018, 0028948249596

Fournet gehörte längst zu den bekanntesten französischen Dirigenten, als er am 15. November 1950 sein Debüt beim Concertgebouworkest gab – als Einspringer für Eduard van Beinum. Zunehmend übernahm er dessen Aufnahmeverpflichtungen, und dieses Album fasst erstmals alle Einspielungen zusammen, die er am Pult des Concertgebouw vornahm.  In ihrem klangfarblichen Reichtum bilden sie den Höhepunkt seiner Karriere ab, die noch 35 Jahre andauern sollte.

 

 

 

Ernest Ansermet und die Ballets Russes

Ravel: Daphnis et Chloé; La Valse
Deubssy: Prélude à l‘après-midi d‘un Faune; Jeux
Strawinsky: Pulcinella; Les Noces

L‘Orchestres de la Suisse Romande, Ernest Ansermet

Eloquence ELQ4824989, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 4.7.2018, 0028948249893

Eine Zusammenstellung von Klassikern aus dem Decca-Katalog, die Zeugnis ablegt von der Sympathie Ernest Ansermets für Ballettmusik, insbesondere für Werke, die von Serge Diaghilev für seine Ballets Russes geschrieben worden waren. Schon 1909, als junger Mann, hatte Ansermet geschrieben, das Debussys „Nachmittag eines Fauns“ das wichtigste neue Werk seit Wagner für ihn sei. Es werde unweigerlich die weitere musikalische Entwicklung beeinflussen. Neben Ravel und Strawinsky war Debussy der Komponist, den Ansermet am meisten aufgeführt hat; er trug ihre Musik in die Welt. Nach einer Aufführung von „La Valse“ schrieb ihm Ravel 1921: „Sie haben La Valse perfekt verstanden. Noch nie habe ich solches Verständnis für die Rhythmik in Paris gehört.“

 

 

 

Eduard van Beinum dirigiert

Beethoven: Ouvertüren Leonore, Geschöpfe des Prometheus, Fidelio, Egmont, Coriolan, Weihe des Hauses
Haydn: Symphonie Nr. 100 „Militär“
Brahms: Variationen über ein Thema von Haydn

London Philharmonic (Beethoven, Haydn)
Concertgebouworkest (Brahms)

Eloquence ELQ4825505, Preiscode: BG (2 CD), VÖ: 4.7.2018, 0028948255054

Eine Zusammenstellung mit Musik der Wiener Klassik, die mit einem Werk endet, das van Beinum so oft aufgenommen hat wie kein anderes: den Haydn-Variationen von Johannes Brahms. Hier zu hören ist die dritte seiner vier Studioaufnahmen, die er 1952 mit dem Concertgebouworkest vornahm. In Gramophone war darüber im Mai 1953 zu lesen, die schöne, sensible Einspielung sei „viel lebendiger als diejenige Furtwänglers.“

 

 

 

Alexander Borodin

Fürst Igor

Popovic, Heybal, Zunec, Cvejic, Bugarinovic, Petrovic, Ninkovic, Jancic
Chor und Orchester des Belgrader Nationaltheaters, Oskar Danon

Eloquence ELQ4826935, Preiscode: DC (3 CD), VÖ: 4.7.2018, 0028948269358

Dies ist die erste CD-Wiederveröffentlichung der ersten Stereo-Aufnahme von Borodins Meisterwerk. 1955 war das Ensemble der Belgrader Oper, von einer erfolgreichen Tournee durch die Schweiz mit „Boris Godounov“ zurückgekehrt, sehr interessiert, sich international mittels Aufnahmen bekannt zu machen. Gleichzeitig suchte man bei Decca nach Möglichkeiten, kostengünstig, aber künstlerisch anspruchsvoll, den noch schmalen, aber schnell wachsenden Katalog an Stereo-Aufnahmnen zu erweitern. Dies insbesondere mit Klassikern des russischen Opernrepertoires, die bis dahin für Decca noch nie in der Originalsprache aufgenommen worden waren. Die Stereo-Versionen wurden dann für den amerikanischen Markt reserviert und in Europa erst in den 1960ern veröffentlicht, als die Belgrader Oper sich internationale Reputation erarbeitet hatte.

 

 

 

Gaetano Donizetti

Anna Bolena

Souliotis, Horne, Ghaurov, Percy
Wiener Staatsopernchor, Wiener Opernorchester, Silvio Varviso

Eloquence ELQ4828779, Preiscode: DC (3 CD), VÖ: 4.7.2018, 0028948287796

Zu einer Zeit, da Donizetti auf den Bühnen der Welt mit kaum mehr als „Lucia di Lammermoor“ präsent war, und die Label gerade erst begannen, den Hunger des Publikums nach bel canto zu stillen, wurde diese Gesamtaufnahme des ersten großen Erfolges des Komponisten zu einem gefeierten Meilenstein in der Geschichte der Oper. Maria Callas war es, die dem Stück 1957 eine triumphale Wiederauferstehung in der Mailänder Scala beschert hatte, wenn auch in einer adaptierten Fassung. Hier, in dieser Decca-Aufnahme aus dem Jahr 1970, war die griechische Sopranisten Elena Souliotis der Star. Sie hatte eine Karriere wie ein Feuerwerk hingelegt, so spektakulär wie kurz, und „Anna Bolena“ entstand schon zur Dämmerungszeit ihrer Laufbahn.

 

 

 

Eine spätmittelalterliche Messe

Musik aus dem Göttinger St.-Johannis-Missale

Schola „cantando praedicare“
Ensemble Aeolos

Cantate C58049, Preiscode: CE, VÖ: 4.7.2018, 4012476580494

Als einen seiner bedeutendsten Schätze hütet das Göttinger Stadtarchiv eine spätmittelalterliche Handschrift; es ist das sogenannte Göttinger St.-Johannis-Missale. Ein Missale enthält die bei der Meßfeier dem Priester zukommenden Texte und sämtliche Gesänge, die dem Chor oder der Schola zugewiesen sind. Da die Göttinger Stadtkirche, die Johanniskirche, Johannes dem Täufer geweiht ist, lag es nahe, sich für diese Aufnahme den Gesängen aus den ihm zu Ehren gefeierten sechs Messen zu widmen, die das Missale enthält. Anstelle der Lesungen und aller Teile, die ausschließlich dem Priester zukommen, wurde Instrumentalmusik eingefügt, gespielt vom Bläsersensemble Aeolos auf historischen Instrumenten. Das soll das dialogische Prinzip verdeutlichen, welches die Feier der Messe üblicherweise prägt.

 

 

 

Journey - Musik für indische Geige und Tuba

Lakshminarayana Subramaniam (*1947):
Konzert für indische Violine und Tuba; Journey; Eclipse; A Tribute to Bach

Lakshminarayana Subramaniam, Ambi Subramaniam, Violine
Øystein Baadsvik, Tuba
Kavita Krishnamurti, Gesang
DSR Murthy, Mridangam
Toms Mikals, Keyboard
Trondheim Symphonieorchester, Jaakko Kuusisto

BIS BIS-SACD-2273, Preiscode: CD, VÖ: 4.7.2018, 7318599922737

Lakshminarayana Subramaniam, genannt „der Gott der indischen Violine“, arbeitet mit führenden Repräsentanten indischer und westlicher Musiktradition zusammen, von Ravi Shankar bis zu Yehudi Menuhin. Er glaubt an die Musik als universelle Sprache, die Musiker aller Genres und Nationalitäten zusammenführen kann, von Stephane Grappelli oder George Harrison bis zu Stevie Wonder und Herbie Hancock. Dr. Subramaniam traf den norwegischen Tubisten Øystein Baadsvik erstmals 2014 bei seinem eigenen Lakshimarayana Global Music Festival. Sie entwickelten ein gemeinsames Projekt, dessen Ergebnisse hier zu hören sind. In „Eclipse“ unter Mitwirkung von Kavita Krishnamurti, einer in Indien sehr gefeierten Sängerin, die rund 15.000 Songs für Soundtracks zahlloser indischer Bollywood-Filme aufgenommen hat.

 

 

 

Wilhelm Stenhammar (1871-1927)

Symphonie Nr. 2 g-moll op. 34
Musik zu Strindbergs „Ett drömspel“

Antwerp Symphonieorchester, Christian Lindberg

BIS BIS-SACD-2329, Preiscode: CD, VÖ: 4.7.2018, 7318599923291

Stenhammars 2. Symphonie gilt als eine der wichtigsten nordischen Symphonien ihrer Zeit – aber ihre Produktion dauerte lange. Stenhammar war unangefochten als Dirigent und Pianist, einer der führenden Musiker Skandinaviens, aber in seiner Rolle als Komponist hatte er mit Selbstzweifeln zu kämpfen, weil er fühlte, dass seine Kenntnisse der Musiktheorie unzureichend waren. 1910 begann er dann ein intensives Studium des Kontrapunkts, und im selben Zeitraum, zwischen 1911 und 1915, schrieb er seine g-moll-Symphonie. Es ist daher nicht überraschend, dass der Finalsatz eine grandiose Doppelfuge ist. Heute handelt es sich bei dieser Symphonie um eines der meist gespielten Werke Stenhammars, während die Musik zum „Traumspiel“ nach Strindberg nahezu unbekannt ist. Sie wurde für eine Produktion des Dramas 1916 komponiert und 1970 von Hilding Rosenberg in eine Konzertform gebracht.

 

 

 

Robert Schumann

Streichquartette 1-3, op. 41

Engegård Quartet

BIS BIS-SACD-2361, Preiscode: CD, VÖ: 4.7.2018, 7318599923611

Robert Schumann hielt das Streichquartett für eines der edelsten Genres der Musik, für einen Prüfstein kompositorischer Reife und guten Handwerks. Vielleicht war es dieser Respekt, der ihn so lange zögern ließ, selbst Quartette zu schreiben. 1828 beschloss er, mit der Arbeit an einem Quartett zu beginnen, doch dauerte es dann noch 15 Jahre, bis er sich der Form gewachsen fühlte. Im Sommer 1842, dem „Kammermusikjahr Robert Schumanns“, schrieb er in wenigen Wochen die drei Quartette op. 41, die er Clara zu ihrem 23. Geburtstag im September präsentierte. Es sollten die einzigen Streichquartette aus seiner Feder bleiben, doch hielt er große Stücke auf sie. In einem Brief aus dem Jahr 1847 nannte er sie „meine besten Werke aus früheren Zeiten.“

 

 

 

Ingmar Bergman – Filmmusiken

Werke von Bach, Scarlatti, Mozart, Chopin, Schubert, Schumann

Roland Pöntinen, Klavier
Torleif Thedéen, Cello
Stenhammar Quartet

BIS BIS-SACD-2377, Preiscode: CD, VÖ: 4.7.2018, 7318599923772

Ingmar Bergman (1918-2007) machte 50 Filme, führte Regie bei über 150 Theaterproduktionen und schrieb einige Bücher, aber der fortlaufende „Film“ durch sein Leben war die Musik. Oft sagte er, wäre er nicht Regisseur geworden, so hätte er Dirigent werden wollen, und er ging so weit zu sagen, dass „Film und Musik fast dasselbe sind. Sie sind Ausdruck von Gefühl und Kommunikation, die menschliche Weisheit übersteigt und das emotionale Zentrum des Menschen berührt.“ Schon früh in seiner Karriere wurde sein Interesse an klassischer Musik deutlich; man denke nur an „Musik im Dunkeln“ (1948), wo ein Pianist bei einem Schießunfall sein Augenlicht verliert, oder an „An die Freude“ (1950) über einen Geiger, der von einer Solokarriere träumt, oder an „einen Sommer lang“ (1951), das in der königlich schwedischen Oper spielt. Er bewunderte alle, die Musik machen konnten, vor allem Pianisten, und die portraitiert er in „Die Stunde des Wolfs“, „Von Angesicht zu Angesicht“ und „Herbstsonate“. Einer der von Bergman besonders geschätzten Pianisten war Roland Pöntinen, der hier einige Werke spielt, die in Bergmans Filmen Verwendung fanden. Und auch der Cellist Thedéen gehörte zu Bergmans Favoriten und steuert hier Sarabanden aus Bachs Cellosuiten bei.

 

 

 

Johann Sebastian Bach

Goldbergvariationen

Andreas Borregaard, Akkordeon

BIS BIS-SACD-2399, Preiscode: CD (2 Discs zum Preis von 1), VÖ: 4.7.2018, 7318599923994

Die „Aria mit verschiedenen Variationen“ ist einer der Meilensteine europäischer Musikgeschichte, und das aus gutem Grund: das riesige Werk und seine komplexe, systematische Struktur zeigen mit unübertroffener Klarheit Bachs ungeheure kompositorische Kraft. Zahllose Bücher und Traktate widmen sich der Frage nach seiner Konstruktion, die sowohl Musikwissenschaftler wie Mathematiker verblüfft. Aber, wie der dänische Akkordeonist Andreas Borregaard sagt, „die Goldbergvariationen sind so viel mehr als nur ein gigantisches, klingendes Sudoku. Jede Variation ist ein expressives Universum für sich selbst, und die Musik durchläuft so gut wie jeden Winkel menschlicher Gefühle.“ Im Original ist das Werk für das Cembalo geschrieben, wurde aber auch fester Bestandteil des Klavierrepertoires. Doch die Emotionen, die Borregaards Spiel hervorruft, sind vielleicht überhaupt nur bei einer Wiedergabe auf dem Akkordeon denkbar. Besitzer eines SACD-Players können die 90 Minuten ohne Unterbrechung hören, während die CD-Hörer zwischendurch wechseln müssen.

 

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